Dustin Hoffman: Vermeintliche Opfer danken John Oliver

Dustin Hoffman: Vermeintliche Opfer danken John Oliver

Bild zum Artikel
Dustin Hoffman (c) WENN.com

Dustin Hoffman (80) kommt nicht aus den Schlagzeilen.

Der Schauspieler (‚Die Reifeprüfung‘) sieht sich mit sieben Frauen konfrontiert, die ihm vorwerfen, sie im Laufe seiner Karriere sexuell belästigt zu haben. Eine der Klägerinnen ist Anna Graham Hunter, die behauptet hat, von Dustin angefasst worden zu sein, als sie im Alter von 17 Jahren mit ihm an dem Fernsehfilm ‚Tod eines Handlungsreisenden‘ arbeitete. Der Darsteller hatte die Vorwürfe abgestritten, geriet jedoch ins Kreuzverhör, als er im Dezember dieses Jahres von Entertainer John Oliver (40) interviewt wurde. Dieser moderierte ein Panel zum 20. Jubiläum des Film ‚Wag the Dog‘. 

Als Star des Streifens war auch Dustin Hoffman auf die Bühne geladen, auf der er in eine hitzige Diskussion mit John geriet, der ihn auf die Vorwürfe ansprach und mehrmals nachhakte, was damals passiert sei. Die Antworten von Dustin Hoffman waren für den Comedian allerdings nicht zufriedenstellend, sodass er mittlerweile bedauert, das Gespräch überhaupt angefangen zu haben, wie er kürzlich zugab – schließlich habe es nirgendwo hin geführt. 

Das sehen allerdings die Frauen, die Dustin Hoffman der sexuellen Belästigung bezichtigt haben, ganz anders. Denn die veröffentlichten nun einen Brief auf Twitter, in dem sie John Oliver dafür dankten, das Thema angesprochen und Dustin damit in die Ecke gedrängt zu haben: „Wir wollen dir dafür danken, Dustin Hoffman konfrontiert zu haben. Während die Fragen, die du gestellt hast, nicht zu der konstruktiven Konversation geführt haben, die du dir erhofft hattest, zählt am meisten, dass du überhaupt gefragt hast. Viele Männer hören zu und glauben uns, wenn wir Frauen von sexueller Belästigung und Missbrauch sprechen. Aber nur wenige Männer setzen dafür etwas aufs Spiel – sozial oder beruflich – um Diskussionen mit anderen Männern zu haben. Frauen können weiterhin ihre Erfahrungen teilen, letztendlich liegt es an den Männern, sich zu verändern, indem sie ihr eigenes Verhalten reflektieren und andere dazu bringen, es genauso zu tun.“