Rose McGowan: Niemand darf zum Mittäter werden

Rose McGowan: Niemand darf zum Mittäter werden

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Rose McGowan (c) WENN.com

Rose McGowan (44) will, dass der systematische Missbrauch in der Filmbranche ein Ende hat.

Die Darstellerin (‚Charmed – Zauberhafte Hexen‘) soll von Filmmogul Harvey Weinstein (65) vergewaltigt worden sein. Gemeinsam mit einigen Kolleginnen war sie mit dafür verantwortlich, dass ein jahrzehntelanger Missbrauchsskandal – unter anderem ausgehend von Harvey Weinstein – in Hollywood im Oktober des vergangenen Jahres aufgedeckt wurde. Am Freitag [9. März] war Rose in London zu Gast, um dem ‚Letters Live‘-Event im Stadtteil Islington beizuwohnen.

Bei dieser Gelegenheit las sie einen Brief vor, den sie 2016 selbst verfasst hatte und der sich an all jene Menschen richtet, die ein System des Missbrauchs jahrzehntelang gefördert haben, indem sie ihre Stimme nicht erhoben haben: „Jedes Mal, wenn du widerliches Verhalten sanktionierst, unterstützt du ein Verbrechen. Das macht dich nicht besser als den Verbrecher selbst. Wie viele Geschichten musst du hören, bevor du das Richtige tust und aufhörst, Männer zu belohnen, die Raubtiere sind? Ich weiß, dass ihr es in euch tragt, besser zu sein. Ich weiß, dass ihr es in euch tragt, den Fesseln der Geheimniskrämerei zu entfliehen. Also tut es!“

Neben Rose McGowan waren auch Benedict Cumberbatch (41, ‚Sherlock‘) und Komikerin Sue Perkins (48) in London auf der Bühne zu sehen, wie sie bedeutende Briefe der Geschichte vortrugen. Harvey Weinstein hatte sich nach dem Erscheinen des ‚New York Times‘-Artikels, der sein angebliches Verhalten gegenüber Schauspielerinnen und Kollegen öffentlich gemacht hatte, für seine Taten entschuldigt, allerdings geleugnet, dass es jemals zu Geschlechtsverkehr gekommen sei, der nicht einvernehmlich war.