Marc Jacobs sprach über seine Ideen

Marc Jacobs sprach über seine Ideen

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Modemacher Marc Jacobs verriet, woraus er Inspiration für seine extravaganten Laufsteg-Shows von ‚Louis Vuitton‘ ziehe.

Kreativ: Marc Jacobs weiß sich zu helfen, wenn er seine fantastischen Ideen für seine Runwayshows umsetzen möchte – für die Präsentation der ‚Louis Vuitton‘-Frühjahrs-Sommermode beispielsweise klebte er die Models in ihre Schuhe.
Der Fashiondesigner ist Kreativdirektor bei ‚Louis Vuitton‘ und berühmt für seine magischen Fashionshows. Im vergangenen Jahr, als die Mode für die diesjährigen warmen Monate gezeigt wurde, fanden sich die Models auf einem gigantischen Karussell wieder. Dem Mode-Guru ist es wichtig, dass alles perfekt läuft, deswegen versucht er jedes Risiko zu minimieren.
„Bei der ‚Louis Vuitton‘ SS12 Show waren die wippenden Mules mit Perückenkleber an die Füße der Models geklebt. Es war wahrscheinlich ein Alptraum sie nachher wieder auszuziehen, aber das ist nur einer der Backstage-Tricks, die Marc Jacobs und sein Team anwendeten, um sicherzustellen, dass an dem Tag alles perfekt war“, berichtet das ‚Style‘-Magazin der ‚Sunday Times‘.
Die Planung für die Show dauerte drei Monate. Die ‚Vuitton‘-Show ist die letzte der Pariser Fashion Week und soll alle Besucher noch einmal richtig aus den Socken hauen.
„Ich dachte an Frühling, besonders an Frühling in Paris“, beschrieb Jacobs seine Inspiration. „Das bedeutete die Tuileries-Gärten und das Karussell darin. Etwas, was naiv und einfach ist. Etwas, das als Metapher für die Kontinuität der Mode und der Saisons gesehen werden kann, die kreisen und kreisen. Es ist ein Märchen und eine Geschichte, die sich selbst wiederholt, und ein Genuss, der nie aufhört. Es spielt keine Rolle, wo es hingeht, es darf nur nie aufhören.“
Allerdings gab es auch dunklere Inspirationsquellen für das Mode-Genie, wie beispielsweise den Film ‚Rosemary’s Baby‘, der ihn auf den stählernen Unterton seiner Kleidung brachte.
Die Models konnten die Fahrt mit dem Karussell viermal üben, bevor sie sich in der eigentlichen Show beweisen mussten. Sølve Sundsbø fungierte als Fotograf: „Ich mochte es besonders, die Models zu fotografieren, als sie in dem Zelt waren, das in dem Karussell war, sich bewusst, dass niemand der draußen war, wusste, was innen geschah“, beschrieb er. „Es war für eine kleine Weile eine geheime, magische Welt. Der größte Unterschied zwischen normaler Dokumentar-Fotografie und dieser Situation war, dass ich hier etwas Schönes vor meiner Kamera hatte, wo auch immer ich sie hin hielt.“