Carolin Kebekus: "130 Millionen Mädchen auf der Welt gehen nicht zur Schule"

Carolin Kebekus: "130 Millionen Mädchen auf der Welt gehen nicht zur Schule"

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Carolin Kebekus (c) Cover Media

Carolin Kebekus (37) kämpft für die Schulbildung von Mädchen.

Die Komikerin (‚PussyTerror TV‘) engagiert sich schon seit geraumer Zeit mit ONE gegen Frauenarmut, im Frühjahr war sie dafür in Sambia unterwegs. Nun bringt die Wohltätigkeitsorganisation anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober einen Index zum Thema ‚Wo es für Mädchen am schwersten ist, in die Schule zu gehen‘ heraus. Die Liste führt der Südsudan an, bis auf Afghanistan befinden sich unter den Top Ten nur afrikanische Länder.

Warum es gerade dort für Mädchen so schwer ist, eine Schule besuchen zu können, hat vielfältige Gründe – „einer davon ist Kinderheirat“, so Carolin in einer Pressemitteilung von ONE. „In Äthiopien heiraten 2 von 5 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag. Häufig werden sie damit auch sehr früh schwanger und können spätestens mit der Geburt ihres Kindes nicht mehr in die Schule gehen.“

Allgemein wird es Mädchen in armen Ländern schwergemacht, eine Schulbildung zu genießen. „Oft fehlt es an ganz banalen Dingen wie Schulgebäuden oder Schulmaterialien. Häufig gibt es aber auch zu wenig Lehrpersonal, das oft auch schlecht oder falsch ausgebildet ist“, erklärte die Entertainerin und fand weitere Gründe für die Benachteiligung: „Nur wenige Familien können sich außerdem Hygiene-Artikel für ihre Töchter leisten. Das führt dann dazu, dass diese Mädchen während ihrer Periode dem Unterricht fernbleiben müssen.“

Genau an diesen Punkten möchte Carolin Kebekus ansetzen und darauf aufmerksam machen: „Extreme Armut ist ungerecht und Mädchen sind besonders benachteiligt, dabei haben sie, genau wie wir Frauen in Deutschland, den Wunsch und den Ehrgeiz, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Bildung ist dafür die Voraussetzung.“

(Foto: ONE)