Charlotte Link kann beim Schreiben eine „Zumutung“ sein

Charlotte Link kann beim Schreiben eine „Zumutung“ sein

Star-Autorin Charlotte Link spürt den Druck, jedes ihrer Bücher zu einem Bestseller zu machen, und braucht deswegen beim Schreiben viel Ruhe.

Geständnis: Charlotte Link (48) weiß, dass sie in den heißen Phasen ihrer Romane schwierig ist.
„Wenn ich beim Finale eines neuen Romans die Handlungsstränge zusammenführe, brauche ich viel Ruhe. In dieser Zeit bin ich eine Zumutung für meine Umwelt“, lachte die Star-Autorin (‚Die Rosenzüchterin‘) im Interview mit ‚Freundin Donna‘.
Die Künstlerin hat Deutschlandweit über 17 Millionen Bücher verkauft und lebt mit ihrer zehnjährigen Tochter Alexandra und ihrem Mann Klaus in Wiesbaden. Die nötige Ruhe fürs Schreiben findet sie in ihrem Ferienhaus in Südfrankreich: Dorthin zieht sich die Schriftstellerin zurück, wenn sie an ihren Geschichten arbeitet.
Tochter Alexandra findet es nicht weiter verwunderlich, wenn ihre Mama mal wieder die Sachen packt. „Sie kennt es so“, betonte Link, gestand aber: „Trotzdem habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich auf Mütter treffe, die rund um die Uhr nur fürs Kind da sind. Aber in der Regel bin ich für Alexandra ja Ansprechpartnerin, wenn sie aus der Schule kommt.“
Seit ihrem Durchbruch als Autorin schaffte es jedes Buch von Charlotte Link auf Platz 1 der Bestsellerlisten. Dieser Umstand macht das Schreiben nicht leichter für die gebürtige Frankfurterin: „Es mag befremdlich klingen, aber für mich wird es eher schwerer. Mein Verlag erwartet natürlich, dass sich der Erfolg wiederholt, ich möchte das auch – und das lässt mich beim Schreiben manchmal heftig zweifeln.“
Im ‚Blanvalet‘-Verlag erschien gerade Charlotte Links aktueller Roman ‚Der Beobachter‘, in dem eine Reihe alter Damen in London ermordet wird.