Dieter Nuhr: "Der Deutsche würde am liebsten morgen den Tod abschaffen"

Dieter Nuhr: "Der Deutsche würde am liebsten morgen den Tod abschaffen"

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Dieter Nuhr (c) Cover Media

Dieter Nuhr (56) kann einige Aspekte der deutschen Denke nicht nachvollziehen.

Der Comedian hat ein Programm für Netflix aufgenommen, das auch in den USA gezeigt wird. Ob sich der amerikanische und der deutsche Humor unterscheiden, weiß er noch nicht. Er lässt es locker auf sich zukommen: „Da lasse ich mich einfach überraschen. Ich kann nicht eigens ein Programm für den amerikanischen Markt schreiben“, verriet er der ‚FAZ‘.

Hierzulande ist er bereits ein Star. Trotzdem scheint ihm das deutsche Volk immer fremder zu werden. Gerade die deutschen Leiden wundern den Komiker: „Das war selten so disparat wie heute. Wenn ich ein paar Dinge benennen müsste, dann: überzogene Zukunftsangst, überzogene Ansprüche an das Leben, was Sicherheit angeht. Der Deutsche würde am liebsten morgen den Tod abschaffen. Der Deutsche sagt: Es soll alles so bleiben, wie es ist, aber muss sich gleichzeitig auch alles ändern, weil alles furchtbar ist, so wie es ist. Seltsame Mischung.“

Eine Schwierigkeit beim internationalen Debüt wird sicherlich die Sprachbarriere sein – sein Netflix-Programm hat er auf Deutsch gehalten. Mit dem ‚Tagesspiegel‘ überlegte der bald internationale Komikerstar, was man da tun könnte: „Ob sie bereit sind, sich die Show mit Untertiteln anzuschauen, da bin ich sehr gespannt. Sonst mach ich’s beim nächsten Mal in Englisch.“

Dieter Nuhrs exklusives Programm ‚Nuhr in Berlin‘ ist seit dem 15. November bei Netflix zu finden.