Frei.Wild: Wir nehmen 2017 eine Auszeit

Frei.Wild: Wir nehmen 2017 eine Auszeit

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Frei.Wild (c) picture alliance / Eventpress Hoensch

Um Frei.Wild wird es still.

Die Südtiroler Deutschrockband (‚Wir brechen eure Seelen‘) lässt sich nicht nur die Echo-Verleihung 2017 entgehen, sondern will sich auch generell eine Weile aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Das gaben die Mitglieder auf ihrer Facebook-Seite bekannt. In einem Video erklärte Frontmann Philipp Burger (36), dass er und seine Kollegen sich die Zeit nehmen wollen, um „Akkus zu laden und uns wirklich intensiv um Studioalbum, um die Tourvorbereitung und weitere Projekte zu kümmern“. Weiter bedauerte er, sich die prestigeträchtige Award-Show entgehen lassen zu müssen. Trotzdem: „Wir werden dieses Mal nicht live bei dieser Sendung sein. Wir möchten das Auszeitjahr wie geplant zu Ende bringen.“ Zwei Mitglieder würden sowieso fehlen, weshalb die Band die Verleihung überhaupt nicht komplett besuchen könne.

Auch auf die ständigen Rassismus-Vorwürfe ging der Frei.Wild-Sänger ein: Er steht offen dazu, als Jugendlicher ein rechter Skinhead gewesen zu sei, diese Phase sei jedoch längst vorbei und lange her. „Ich würde diese Zeit sehr gerne aus meiner Vita streichen, kann ich aber nicht“, gab der Südtiroler zu bedenken.

Mit seiner Vergangenheit habe Frei.Wild indes nichts zu tun, so Philipp Burger. „Wir haben uns seit Bandgründung immer wieder und in hundertfacher Ausführung gegen Rassisten, Nazis, gegen Menschenhasser positioniert und werden das auch weiterhin tun“, versprach er.

Für einen Echo ist die Band übrigens in der Kategorie ‚Rock National‘ nominiert. Den Preis gewannen die Musiker 2016 bereits, 2013 hatte man Frei.Wild derweil von der Nominierungsliste gestrichen, da der schlechte Ruf der Gruppe aus Südtirol für einen Shitstorm sorgte.