Shia LaBeouf: „Ich litt an Größenwahn“

Shia LaBeouf: „Ich litt an Größenwahn“

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Shia LaBeouf (c) Euan Cherry/WENN.com

Shia LaBeouf (30) kennt seine Schwachpunkte ganz genau: Alkohol und Drogen.

„Ich litt an Größenwahn – ich fing an zu trinken und fühlte mich dann kleiner als ich war, also wurde ich lauter, als ich sein sollte.“ Mit diesen Worten beschrieb der junge Star (‚Transformers‘) im Interview mit ‚Variety‘ den Effekt, den seine Sucht auf ihn hatte. Die Welt kennt die Auswirkungen aus der Klatschpresse: Pöbeleien, Wutausbrüche und skurrile Aktionen wie mit einer Papiertüte auf dem Kopf ein Showbiz-Event zu besuchen.

Doch Shia hat eine Erklärung für sein grenzwertiges Verhalten: Schon sein Vater war süchtig. „Überall gab es Drogen – Marihuana, Kokain, Heroin“, erinnerte sich der Skandalstar an seine Kindheit. „Mein Vater gab mir meinen ersten Joint mit 11 oder 12 Jahren.“

Während ihm also das Suchtproblem praktisch in die Wiege gelegt worden war, befeuerte seine Karriere in Hollywood seine schlechten Angewohnheiten noch – schließlich ist die Traumfabrik für ihre ausschweifenden Party bekannt. Als i-Tüpfelchen kam dazu, dass viele Filme, die Shia LaBeouf drehte, floppten und ihm das Gefühl gaben, ein schlechter Schauspieler zu sein. „Ich mochte es nicht, in die Öffentlichkeit zu gehen, weil ich dort ständig meine Fehltritte sah“, rief sich der Amerikaner ins Gedächtnis. „Ich wusste nie, wie man trank und mochte es auch nicht. Aber ich wusste, dass man trinken muss.“

Zusätzlich erkannte Shia einen gewissen Hype um Skandalstars, denen er ja nun angehörte. Ob Charlie Sheen (51, ‚Anger Management‘) oder Robert Downey Jr. (51, ‚Iron Man‘), es schien cool zu sein, sich vollzudröhnen, andere zu beleidigen und dann mittels eines Entzugs (zumindest kurzzeitig) wieder auf die Beine zu kommen. Der Jungstar erinnerte sich: „Es gab da diese seltsame Faszination mit gescheiterten Persönlichkeiten … Als ich Robert Downey Jr. traf, meinte ich nur zu ihm: ‚Mensch, wo hast du nur all diese Substanz her? Wie kann ich das schaffen? Wie kann ich mir das aufbauen?'“

Nachdem er selbst in Rehab war und nun trocken und clean ist, sieht Shia LaBeouf seine Skandale in einem anderen Licht und hält sich von Alkohol und Drogen fern. Zurückblickend beschreibt er seinen Zustand damals schrecklich bildhaft: „Ich war eine offene Wunde, die alles vollgeblutet hat.“