Stephen Webster: Designs sollen ihre Exklusivität verlieren

Stephen Webster: Designs sollen ihre Exklusivität verlieren

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Schmuckdesigner Stephen Webster möchte seine Kreationen einem breiteren Kundenkreis zugänglich machen.

Schmuck für alle: Stephen Webster entwarf Schmuckstücke aus preiswerteren Materialien, damit auch „gewöhnliche“ Menschen seine Designs erstehen können.
Der Gründer von ‚Stephen Webster Ltd‘ ist gleichzeitig der Kreativ-Direktor des weltweit ältesten Schmuckhauses ‚Garrard‘. Der Brite zählt Stars wie Madonna, Charlize Theron und Johnny Depp zu seinen Kunden. Doch trotz seiner erlesenen Stammkundschaft ist Webster daran interessiert, seine Designs auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen: „Ich will echten Schmuck herstellen, der ein Teil unserer DNA ist und mehr Leute anspricht“, berichtete er in einem Interview mit der britischen Zeitung ‚The Independent‘.
Der Designer experimentierte bereits mit günstigeren Materialien sowie Versilberungen und keramikbeschichtetem Stahl. Er ist sich auch darüber im Klaren, dass er seine Schmuckläden einem „gewöhnlichen“ Publikum anpassen muss.
„Das ist unser nächstes Projekt – den Leuten zu zeigen, dass sie nicht eingeschüchtert sein müssen, wenn sie durch unsere Tür kommen. Jemand wird uns noch beibringen, wie wir das erreichen ohne unseren Namen abzuwerten“, erklärte er.
Webster gab zu, dass er sich von seinen prominenten Kunden kaum noch beeindrucken lasse. Dennoch ist er oft erstaunt, wie genau die Stars seine Designs kennen: „Ich mache das schon seit vielen Jahren. Ich lasse mich von niemandem mehr einschüchtern, egal wer das ist. Aber ich bin beeindruckt, wie genau manche Leute meine Arbeit kennen. Madonna ist das perfekte Beispiel. Sie wusste ganz genau, was sie Guy kaufen wollte.“
Der Star ist ein großer Verfechter von Fairtrade-Produkten und reiste aus diesem Grund in diesem Jahr nach Peru: „Ich wollte sehen, wie das Leben eines peruanischen Minenarbeiters ist. Wie schrecklich es sein kann. Ich fuhr mit meinem Bruder dorthin und es war eine unglaubliche Erfahrung. Die Menschen, die in die Minen fahren, verdienen 1,55 Euro am Tag, obwohl sie Gold fördern, das 1.230 Euro pro 30 Gramm kostet. Während unserer Reise erlebten wir viele emotionale Momente. Die Menschen in der Mine, wie sie das Gold rausbringen, das war das allerschlimmste. Man steht dort und stellt fest, was man für ein Riesenglück hat“, berichtete Stephen Webster.