Christian Ulmen: ‚Jonas‘ weckte Urängste

Christian Ulmen: ‚Jonas‘ weckte Urängste

Schauspieler Christian Ulmen verkörpert in seinem neuen Film einen 16-jährigen Schüler und durchlebte alte Ängste wieder.

Alpträume: Für den Job durchlitt Christian Ulmen (36) alle Schülerängste noch einmal.
Der deutsche Leinwandstar (‚Männerherzen und die ganz ganz große Liebe‘) kehrte in seiner Rolle als Jonas für den gleichnamigen Film auf die Schulbank zurück und wacht noch heute nachts manchmal in Panik auf, weil er die Ängste eines Schülers verspürt – obwohl er selbst eigentlich ganz gerne in die Schule gegangen ist.
„Ich bin trotzdem bis vor kurzem nachts schweißgebadet aufgewacht, weil ich davon träumte, nochmal zur Schule gehen zu müssen und zu versagen. Ich kenne keinen, der nicht ab und an Albträume von bevorstehenden Prüfungen hat“, lachte er im Interview mit ‚maerkischeallgemeine.de‘ und erzählte, dass genau diese Gefühle seinen Film interessant machten: „Diese Urängste vor der Schule werden durch unseren Jonas geweckt und quasi als Trauma-Therapie nochmals durchlebt.“
Auch die Dreharbeiten waren auch für das Team nicht ganz angstfrei, denn der Film war ein großes Experiment. Den Schülern wurde lediglich gesagt, dass ein neuer Mitschüler kommt, der für eine Reportage rund um die Uhr von Kameras begleitet wird – nur Lehrer und Elternvertreter waren in das Filmprojekt eingeweiht. „Die Angst vor dem Scheitern war ständig da. Zumal ich hier alles Bewährte verlassen habe: Es gibt keine Provokation, keine peinlichen Situationen, und statt einer komödiantischen Figur haben wir den ganz normalen Schüler Jonas“, beschrieb der Star seine Befürchtungen von der schauspielerischeren Seite.
Zum Glück stellte er bald fest, dass der Film auch ohne Drehbuch und Storyline gelingen würde. „Aber die Wirklichkeit war dann doch so spannend, dass es genügt, sie einfach abzubilden“, schilderte Christian Ulmen die Erfahrungen.