Christian Ulmen: Als Kind habe ich mich 24 Stunden am Tag geschämt

Christian Ulmen: Als Kind habe ich mich 24 Stunden am Tag geschämt

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Christian Ulmen (c) picture alliance / Geisler-Fotopress

Christian Ulmen (42) hat gelernt, Blamagen mit Humor zu nehmen.

Ab dem 29. März läuft die zweite Staffel der Comedy-Fernsehserie ‚Jerks‘ auf dem Streaming-Dienst Maxdome an, in der sich der Schauspieler und sein Kollege Fahri Yardim (37) selbst verkörpern und eine vorgegebene Handlung improvisieren. Dabei jagt eine peinlich-komische Szene die nächste. Der Zuschauer bekommt schnell den Eindruck, dass den beiden Komikern gar nichts peinlich ist. Dass dem nicht so ist, versicherte Ulmen jetzt im Interview mit ‚Bild.de‘: „Aber ich schäme mich doch dauernd in der Serie!“

Schon früher war ihm fast alles peinlich, allerdings habe er später seine Einstellung dazu geändert und so die Scham erträglich gemacht: „Als Kind habe ich mich 24 Stunden am Tag geschämt. Ich habe nachts geträumt, dass mich alle auslachen. Irgendwann habe ich die Komik entdeckt, die darin steckt. Ich guckte von oben auf meine Blamage und fand sie tröstender Weise immer auch lustig. Das war heilsam.“

‚Bild.de‘ wollte außerdem von dem Schauspieler wissen, was das Erfolgsrezept von ‚Jerks‘ sei: „Da wird jeder seinen eigenen Blick drauf haben. Das Lachen in ‚Jerks‘ ist nicht dasselbe wie an Karneval oder über einen guten Witz. Sondern hier ist das Lachen ein schmerzlindernder Reflex. Bei ‚Jerks‘ lache ich nicht, weil das, was ich sehe, so lustig ist, sondern damit’s nicht zu sehr wehtut.“

Schließlich heißt es nicht umsonst, dass Lachen die beste Medizin ist. Und so zeigt sich Christian Ulmen überzeugt im ‚Neon‘-Magazin: „Humor ist nicht nur die lustige Abendunterhaltung im Bierzelt, sondern soll dir helfen, Elend zu ertragen… Lachen birgt spontane Heilkraft bei Schmerzen durch Scham oder andere seelische Qual.“