George Clooney: Inspiration aus den 50ern

George Clooney: Inspiration aus den 50ern

0
TEILEN
Bild zum Artikel
George Clooney (c) Euan Cherry/WENN.com

George Clooney (56) holte sich bei seinen Aufnahmen zu ‚Suburbicon‘ von den Melodramen der 1950er-Jahre Anregungen.

Die Mystery-Kriminalkomödie des Schauspielers (‚Up in the Air‘) und Filmemachers feierte am 2. September im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig gerade erst ihre Premiere – eine edle Bühne für den Film, aber das hat seinen Grund. Wenn es um die Konstruktion der Einstellung und Stimmung geht, erklärte George Clooney, dass er sich die Arbeit des in Deutschland geborenen Regisseurs Douglas Sirk genauer ansah. ‚Suburbicon‘ ist also nicht irgendein Blockbuster.

„Konkret sahen wir uns ‚In den Wind geschrieben‘ [1956] an“, erzählte der Hollywoodstar dem ‚Empire‘-Magazin. „Wir wollten das, was wir von den 1950er-Jahren denken, auf einem Bild festhalten und relativieren. Damals schien alles viel einfacher. Natürlich war es nur einfacher, wenn du ein Weißer warst. Alle anderen hatten es ziemlich schwer.“

Das Drehbuch von ‚Suburbicon‘ wurde von Joel und Ethan Coen (‚Fargo‘) verfasst, das ursprünglich 1986, kurz nach der Veröffentlichung ihres Films ‚Blood Simple – Eine mörderische Nacht‘ geschrieben wurde. Aber als George Clooney sich dem Projekt anschloss, entschied er, das Konzept in eine etwas andere Richtung zu lenken. „Ich hatte ein Drehbuch über die ‚Krise in Levittown‘ geschrieben [Dokumentation aus dem Jahr 1957 über Rassismus einer schwarzen Mittelschicht-Familie, die in eine rein weiße Nachbarschaft gezogen ist], in der ich über den Bau von Mauern und die Sündenböcke von Minderheiten sprechen wollte. Themen, die leider nie an Aktualität verlieren. Gleichzeitig zog ich eine 1999er-Version von ‚Suburbicon‘ heraus und dachte, dass die zwei Geschichten perfekt zusammengesetzt werden können.“

Wie das Endresultat aussieht, kann man ab dem 9. November sehen – dann läuft ‚Suburbicon‘ von George Clooney auch in den deutschen Kinos an.