Herbert Knaup: "Es gibt eine große Angst vor Veränderung"

Herbert Knaup: "Es gibt eine große Angst vor Veränderung"

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Herbert Knaup (c) picture alliance / Geisler-Fotopress

Herbert Knaup (60) findet den Rechtsruck in Deutschland erschreckend.

Der Schauspieler steht momentan für den ARD-Film ‚Toter Winkel‘ vor der Kamera, in dem sich sein Filmsohn einer Partei anschließt, die der AfD verdächtig ähnlich ist. Dass diese im wahren Leben immer mehr an Popularität gewinnt, ist für Herbert Knaup ziemlich erschreckend.

„Die betreibt fürchterliche Propaganda. Einer Masse von Menschen zu unterstellen, dass sie böse ist oder Terroristen, ist völliger Unsinn“, betonte er im Interview mit ‚express.de‘.

Eine Erklärung hat der Darsteller aber trotzdem für die wachsende Beliebtheit der AfD. „Es gibt eine große Angst vor Veränderung. Die Rechten sehen in allen Fremden Bedrohung. Mauern und Grenzen sollen wieder hochgezogen werden, wortwörtlich wie in den Köpfen“, seufzte der TV-Star. „Viele Menschen leugnen Menschlichkeit und Nächstenliebe. Sowas macht mir Angst und macht mich wütend.“

So sehr er im Privatleben kein Verständnis für diese Menschen hat, sieht Herbert aber kein Problem darin, in die Rolle eines Rassisten zu schlüpfen. Schließlich hat er das in der Vergangenheit bereits gemacht. „Ich habe den Eichmann gespielt und auch Albert Speer verkörpert. Um international zu reüssieren, musste man lange Zeit den Nazi geben“, erklärte er kürzlich dem ‚Tagesspiegel‘. „Um etwas aufzuzeigen, würde ich eine Rolle schon annehmen. Aber nicht, wenn es für eine Art Propaganda missbraucht wird“, machte Herbert Knaup seine Prinzipien deutlich.