Hugo Egon Balder: "Wie nach Hause zu kommen"

Hugo Egon Balder: "Wie nach Hause zu kommen"

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Hugo Egon Balder (c) Cover Media

Hugo Egon Balder (66) hätte mit ‚Genial daneben‘ ewig weitermachen können.

Der Moderator hat mit dem Comedyformat eine seiner erfolgreichsten Sendungen erfunden. Vor sechs Jahren war allerdings Schluss, was Hugo dem Verantwortlichen bei Sat.1 noch immer ein wenig nachträgt, wie er gegenüber ‚DWDL‘ zugab:

„Ich habe immer gesagt, dass ich ‚Genial daneben‘ gerne nochmal machen würde. Wäre ich damals Sat.1-Chef gewesen, dann hätte ich das Format gar nicht erst abgesetzt – das ist nämlich eine Show, die theoretisch über Jahrzehnte laufen kann.“

Für ihn sei das Comeback mit sechs Folgen auf dem alten Sender wie ein Nach-Hause-Kommen. Die Show habe auch nichts von ihrem Reiz verloren, schließlich baut sie auf die spontanen Reaktionen der Gäste, die in der Regel vollkommen unvorbereitet sind, wie Hugo am Beispiel Helge Schneider (62, ‚Jazzclub‘) erläuterte: „Im Prinzip reicht es, eine Viertelstunde vorher zu kommen. Ich erinnere mich an den Tag, an dem Helge Schneider zum ersten Mal bei uns in der Sendung war. Alle waren da – bis auf Helge. Plötzlich rief er an und sagte, er hätte sich irgendwo in Hürth verfahren. Um viertel vor 7 ging die Aufzugtür auf und Helge stand mit einem riesengroßen Schalenkoffer im Raum. Er hatte sein Akkordeon mitgebracht, weil er die Sendung noch nie gesehen hat und daher gar nicht wusste, was ihn erwartet.“

Das liegt natürlich alles am Konzept der Show, das von seiner Spontaneität lebt. Hugo Egon Balder gab selbst in einem Sat.1-Statement zu, dass es sich um alles andere als komplexes Hexenwerk handele: „Wir machen bei ‚Genial daneben‘ nichts anderes, als das, was wir abends machen, wenn wir an der Hotelbar sitzen und einen getrunken haben und sich sechs Humoristen treffen und Blödsinn reden – alles eingepackt in eine Fragestellung.“