Maria Schrader: Für Zweifel hatte ich keine Zeit

Maria Schrader: Für Zweifel hatte ich keine Zeit

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Maria Schrader (c) Cover Media

Maria Schrader (52) ging für ihre Karriere ein großes Risiko ein.

Mit dem Film ‚Aimée & Jaguar‘ gelang der gebürtigen Hannoveranerin 1999 der Durchbruch. Mit ihren 34 Jahren damals schon relativ spät – doch einen wirklichen Plan B hatte sie nie. Immerhin wollte sie nichts anderes als Schauspielerin werden.

„Ich habe mich heimlich am Max-Reinhardt-Seminar in Wien beworben, wurde am Tag meines 18. Geburtstags aufgenommen und habe das Abitur abgebrochen“, offenbarte Maria Schrader gegenüber ‚B.Z.‘. „Es ging alles sehr schnell und geradlinig. Für Zweifel gab es weder Zeit noch Anlass.“ Die Ausbildung brach sie allerdings ebenfalls nach zwei Jahren ab – es folgte die Rückkehr nach Deutschland und ihr Filmdebüt in der Komödie ‚RobbyKallePaul‘ 1989.

Nach einigen Rollen führte Maria 2007 bei ‚Liebesleben‘ zum ersten Mal selbst Regie. „Ich habe mit den Zähnen geklappert“, gab sie zu. „Dominik Graf hat vorher zur mir gesagt: ‚Filmregisseur ist der einsamste Beruf der Welt‘, und ich habe mich für seine aufmunternden Worte bedankt.“

Sie ließt sich jedoch nicht entmutigen und setzte sich 2016 für ‚Vor der Morgenröte‘ erneut auf den Regiestuhl. Dass Maria Schrader auch vor der Kamera tätig ist, sei für die Arbeit als Regisseurin keineswegs hinderlich. „Ich denke, dass meine Art zu schreiben eng damit verknüpft ist, dass ich Schauspielerin bin“, erklärte sie im Interview mit ‚epd-film.de‘. „Ich kann nur Szenen oder Dialoge schreiben, wenn ich sie quasi im Kopf spiele. Ich bin ja gewohnt, Dialoge in Gedanken durchzugehen, verschiedene Rhythmen oder auch Bewegungsabläufe auszuprobieren. Ich komme also ziemlich vorbereitet in die Dreharbeiten und weiß eigentlich, wie ich mir die Szene vorstelle.“