Pohlmann: "Mit dem Erfolg muss man aufpassen!"

Pohlmann: "Mit dem Erfolg muss man aufpassen!"

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Pohlmann (c) Benedikt Schnermann

Pohlmann (44) möchte Psychoschäden vorbeugen.

Der Musiker bringt am 24. März sein neues Album ‚Weggefährten‘ heraus und könnte damit seine Popularität in der deutschsprachigen Musikszene noch erhöhen. Doch möchte er das wirklich? Im Gespräch mit ‚Cover Media‘ sprach er über die Schattenseiten des Ruhms, von denen er selbst momentan noch weitestgehend verschont geblieben ist:

„Mit dem Erfolg kommt dieses Interesse an deiner Person. Alles dreht sich um dich und deine Einstellung zu den Dingen. Wenn du richtig bekannt bist, kannst du nicht mal in Ruhe ’ne Stulle beim Bäcker essen, so geht es mir zum Glück aber nicht. Mit dem Erfolg muss man jedoch aufpassen. Nicht, dass man einen an der Klatsche kriegt. Das macht die Welt, in der man lebt, unwirklich.“

Einen Grund sich schlecht zu fühlen, weil er mit seinem Hobby Geld verdient, hat Pohlmann nicht. Allerdings dürfe man nicht die kritische Distanz zu sich selbst verlieren, wie er mahnte: „Man kann und darf sein Geld damit verdienen, dass man das Liebste machen darf, was man machen will. Aber der Druck durch die Medien und dem eigenen künstlerischen Maßnehmen kann selbstzerstörerische Wirkungen entfalten. Sich selbst treu zu bleiben, bedeutet eine ständige Auseinandersetzung mit sich zu führen.“

Wenn man das anstrengende Musikerleben, in dem man viel Lob und auch Kritik ausgesetzt ist, mit Engagements im Sozialen oder Naturschutz kombiniere, könne man die Musik auch als etwas Größeres und Spirituelles begreifen. Pohlmann hat dies getan und ist der Musik zu großem Dank verpflichtet.