Shahak Shapira: "Ich habe keine Angst"

Shahak Shapira: "Ich habe keine Angst"

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Shahak Shapira (c) picture alliance / Horst Galuschka/dpa

Shahak Shapira (29) lässt sich durch Hetzkampagnen nicht einschüchtern.

Nachdem der in Israel geborene deutsche Künstler interne Inhalte aus AfD-Facebook-Gruppen gemeinsam mit der Satire-Partei „Die Partei“ veröffentlicht hatte, erhielten er und seine Familie Drohungen aus rechten Kreisen. Im Interview mit der ‚Neuen Osnabrücker Zeitung‘ verriet er, dass seine Mutter daraufhin sogar „zwei Wochen unter Polizeischutz“ gestanden habe. Einschüchtern lassen will sich der jüdische Satiriker von solchen Drohungen aber nicht: „Ich habe keine Angst. Auch nicht um meine Mutter, sie war in der israelischen Armee. Sie hat sieben Kriege erlebt. Meine Mutter hat keine Angst vor Nazis, erst recht nicht vor Leuten mit einem Twitter-Account, die Drohungen abschicken.“

Mit 14 Jahren kam Shahak Shapira nach Deutschland und entwickelte damals eine Überlebensstrategie. „Als ich in Deutschland ankam, musste ich ziemlich schnell Humor entwickeln. Ich glaube, es war der allererste Tag in Deutschland, als ich diesen Neonazi mit dem Hakenkreuz auf der Wade gesehen habe und mir dachte: ‚Nimm das mit Humor.‘ Es war damals eine Überlebensstrategie. Das ist der deutsche Humor für mich“, zitiert ihn ’svz.de‘.

Bekannt wurde Shahak Shapira mit seiner Aktion ‚Yolocaust‘, bei der er Selfies, die am Holocaust-Mahnmal in Berlin entstanden waren, in historische Bilder aus Konzentrationslagern einarbeitete.