Alexander Skarsgård: Diskriminierung von Frauen ist "widerlich"

Alexander Skarsgård: Diskriminierung von Frauen ist "widerlich"

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Alexander Skarsgård (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Alexander Skarsgård (41) ist zuversichtlich, dass die #MeToo- und Time’s-Up-Bewegungen die Welt verändern werden.

Der schwedische Filmstar stand gemeinsam mit seinen berühmten Kolleginnen Reese Witherspoon (41) und Nicole Kidman (50) für die Hit-Serie ‚Big Little Lies‘ vor der Kamera. Sowohl Reese als auch Nicole unterstützen die #MeToo- und Time’s-Up-Bewegungen und sprachen in der Öffentlichkeit über die schlechte Behandlung, die ihnen in der Filmindustrie widerfahren ist. Jetzt äußerte sich auch Alexander Skarsgård zu dem Thema und erklärte, dass er immer wieder aufs Neue überrascht sei, wie Frauen in seinem Berufsfeld wegen ihres Geschlechts diskriminiert werden.

„In der Filmindustrie herrscht eine Doppelmoral. Das stelle ich bei Schauspielfreundinnen von mir fest. Das ist widerlich“, schimpfte er im Interview mit ‚Elle UK‘ und fügte hinzu: „Das Problem ist nicht nur für Hollywood spezifisch. Man sieht das in vielen anderen Berufen auch, wo die Männer an der Macht denken, dass sie zu allem berechtig sind. Diese Frauen sind also sehr mutig, wenn sie darüber sprechen. Ich glaube daran, dass es die Dinge im Wesentlichen verändern wird.“

Seine Sichtweise verdanke Alexander seinem schwedischen Background: „Ich bin zu hundert Prozent Feminist. Schweden ist sehr fortschrittlich. In Bezug auf Gleichberechtigung ist es den meisten Ländern weit voraus“, erklärte er weiter.

Mit 13 Jahren stand der Darsteller zum ersten Mal vor der Kamera. Schon so jung so berühmt zu sein, brachte für den Star jedoch nicht nur Vorteile mit sich. Insbesondere auf sein Selbstbewusstsein wirkte sich der Ruhm negativ aus: „Die Leuten sprachen über mich und sagten ‚Also, Alex ist so und so…‘, aber ich selbst hatte keine Ahnung, wer ich war. Das hat mein Selbstbewusstsein durcheinander gebracht. Wenn mich ein Mädchen ansah oder an mir interessiert schien, dachte ich, sie sei nur an mir interessiert, weil sie mich in einem Film gesehen hat. Ich hatte das Gefühl, wertlos zu sein. Ich wollte, dass mich die Mädchen in der Schule mochten, weil ich witzig oder süß oder interessant war – das will man doch, oder? Wenn man 13 ist? Und ich denke, wenn man 40 ist auch…“, sinnierte Alexander Skarsgård.