Benno Fürmann: "Jeder von uns hat eine Verantwortung für seinen Nächsten"

Benno Fürmann: "Jeder von uns hat eine Verantwortung für seinen Nächsten"

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Benno Fürmann (c) Cover Media

Benno Fürmann (45) geht mit offenen Augen durch die Welt.

Der Schauspieler (‚Nordwand‘) ist politisch eigentlich sehr interessiert, doch manchmal würde auch er sich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. „An dunklen Tagen ertrage ich es schwer, Nachrichten zu schauen, weil es deprimierend ist“, offenbarte der Berliner im Interview mit der ‚Cosmopolitan‘. „Da muss ich mich dann manchmal selbst schützen, da es mir so nahegeht.“ 

Trotzdem schaue er bei Problemen nicht weg – das habe er vor allem seinen Eltern zu verdanken. „Sie zeigten mir, dass die Welt nicht vor der Haustüre aufhört, sondern anfängt“, so Benno Fürmann. „Jeder von uns hat eine Verantwortung für seinen Nächsten. Und es ist asozial, sich dieser zu entziehen. Das gilt auch für die Haltung, mit der man anderen begegnet.“

Die habe sich seiner Meinung nach in den vergangenen Jahren stark geändert. „Die Welt ist unübersichtlicher und auf eine Art härter geworden“, meinte er gegenüber der ‚Berliner Zeitung‘. „Es fehlt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, man passt nicht aufeinander auf, das war in den Achtziger- und Neunzigerjahren noch nicht so ausgeprägt. Das Land driftet auseinander, es gibt viel weniger Absicherung, und mittlerweile geht man nicht mehr demonstrieren gegen Ungerechtigkeit, sondern gibt sich selbst die Schuld, wenn man seinen Job verliert.“ 

Er muss sich allerdings momentan keine Sorgen um seinen Job machen: Aktuell ist Benno Fürmann im Kinofilm ‚Volt‘ zu sehen.