Bill Cosby: Die Staatsanwaltschaft gibt nicht auf

Bill Cosby: Die Staatsanwaltschaft gibt nicht auf

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Bill Cosby (c) Joel Ginsburg/WENN.com

Bill Cosby (79) könnte schon wieder bald vor Gericht stehen.

Am Samstag [17. Juni] musste der Prozess um den einstigen TV-Star (‚Die Bill Cosby Show‘) ergebnislos abgebrochen werden, da sich die 12 Geschworenen auf kein Urteil einigen konnten. Bill Cosby stand vor Gericht, da er Andrea Constand vor 13 Jahren angeblich Drogen verabreicht und sie anschließend vergewaltigt hatte. Rund 60 weitere Frauen werfen ihm das gleiche vor, diese Fälle sind mittlerweile aber verjährt.

Nach über 50 Stunden Beratung mussten die Geschworenen teils unter Tränen zugeben, dass sie sich nicht einigen konnten. Dem Richter Steven O’Neill blieb nichts anderes übrig, als den Prozess für ergebnislos zu erklären. Die Staatsanwälte versicherten daraufhin, den Fall solange erneut vor Gericht zu bringen, bis ein Urteil gefällt ist. „Wir haben uns dazu verpflichtet, voranzukommen und es ist eine Tatsache, dass sie [Andrea Constand[ ein Urteil in diesem Fall verdient … wir machen weiter, bis Gerechtigkeit herrscht“, erklärte Staatsanwalt Kevin Steel in einer Pressekonferenz. „Wir hoffen, dass das Weitermachen in diesem Fall eine starke Botschaft an Opfer von dieser Art von Verbrechen sendet und dass sie sich melden können und gehört werden.“

Bill Cosby dagegen fühle sich durch das Ergebnis in seiner Unschuld bestätigt. „Mr. Cosbys Macht ist zurück“, meinte sein Sprecher Andrew Wyatt vor dem Gerichtsgebäude. „Sein Erbe ist nicht verschwunden. Es wurde wieder hergestellt.“

Allerdings ist der Komiker damit noch längst nicht aus dem Schneider. Es warten mehrere Zivilprozesse bezüglich der anderen Frauen auf ihn, die ihn allesamt der sexuellen Nötigung beschuldigen. „Wir können niemals die verblendende Macht eines Stars unterschätzen“, gab Anwältin Gloria Allred zu, die einen Großteil dieser vermeintlichen Opfer repräsentiert. „Sollte das Gericht beim nächsten Mal mehr Aussagen erlauben, könnte das einen Unterschied machen. In anderen Worten: Es ist zu früh, sich zu freuen, Mr. Cosby. Runde Zwei könnte schneller kommen, als gedacht – und dieses Mal wird Gerechtigkeit herrschen.“