Campino: Wer denn sonst außer Merkel?

Campino: Wer denn sonst außer Merkel?

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Campino (c) picture alliance / Jörg Carstensen/dpa

Campino (55) ist Realist.

Der Musiker (‚Wannsee‘) überraschte viele Fans mit seinem Aufruf an Angela Merkel, nach dem Scheitern der Jamaika-Regierung nicht aufzugeben, sondern sich weiterhin als Kanzlerin an der Regierungsspitze zu halten. Schließlich war Campino nie als leidenschaftlicher CDU-Fan bekannt. Das ist er auch nach wie vor nicht, allerdings fühle er sich mit Angela Merkel als Person recht wohl, wie er sein Statement im Interview mit ‚RP Online‘ erklärte:

„Viele Leute haben Freude daran, mich als Merkel-Freund darzustellen. In meiner Wunschwelt allerdings wäre der Kanzler oder die Kanzlerin jemand von den Grünen. Seit Anfang der 80er Jahre wähle ich nichts anderes. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, mein Kreuz bei der CDU zu machen. Aber wenn es um die Kanzlerfrage geht, setze ich mich hin und überlege, wie die machbaren Optionen aussehen.“

Eine machbare Option wären die Grünen hier nicht, schließlich werden sie auf absehbare Zeit keinen Kanzler stellen, fuhr Campino fort. „Also geht es für mich um die Vermeidung des Schlimmsten. Ich sehe bei den meisten Parteien keine Person, mit der ich mich wirklich wohlfühlen würde. Und von daher fände ich es gut, wenn Merkel sich noch mal in den Ring begibt.“

In einem Radio-Interview mit ‚FFN‘ hatte der Rocker zuvor erklärt: „Ich glaube, niemand von uns kann wirklich ein Interesse an Neuwahlen haben. Diese Person auszutauschen, das wäre für mich das Zeichen, dass die Bundesrepublik Deutschland sich selbst zerlegen möchte.“