Karl Lagerfeld: Angela Merkel bekommt erneut ihr Fett weg

Karl Lagerfeld: Angela Merkel bekommt erneut ihr Fett weg

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Karl Lagerfeld (c) WENN.com

Karl Lagerfeld (84) gibt Angela Merkel (63) die Schuld am Aufstieg der AfD.

In einer französischen Talkshow kritisierte der Designer die Kanzlerin vor Kurzem öffentlich: Sie habe zu viele Flüchtlinge ins Land gelassen. „Man kann nicht, selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten, um danach Millionen ihrer schlimmsten Feinde kommen zu lassen“, erklärte er damals.

Nun relativierte Karl Lagerfeld seine Aussage ein wenig: „Die Leute haben das nicht verstanden. Das war eine Metapher“, betonte er im Interview mit dem ‚ZEITmagazin‘ und ‚Vogue‘. Doch schnell schoss er nach: „Die Deutschen haben Millionen von Juden umgebracht, und da schämen wir uns doch heute noch für. Und jetzt lässt Angela Merkel eine Million ihrer Erzfeinde ins Land.“

Dass die rechtspopulistische Partei AfD bei der diesjährigen Bundestagswahl mit 12,6 Prozent der Stimmen zur drittstärksten Kraft Deutschlands gewählt wurde, kann er bis heute nicht fassen. „Da habe ich beinahe einen Schlag gekriegt, so aufgebracht war ich“, offenbarte er. „Ich war wütend, bin es immer noch.“

Eine Schuldige für diesen Wahlerfolg habe Karl Lagerfeld aber bereits ausgemacht: „Seit Angela Merkels Umgang mit Griechenland während der Finanzkrise hatte sie in Europa den Ruf einer bösen Mutter, wie man in Frankreich sagt“, erklärte er. „Während der Flüchtlingskrise wollte sie sich dann als Pastorentochter ein besseres Image zulegen. Man hat ihr damals vorausgesagt, dass sie deshalb Millionen von Stimmen verlieren wird. Und genau so ist es gekommen. Bravo!“

In der Vergangenheit hatte Karl Lagerfeld aber auch schon positivere Worte für die Kanzlerin übrig. Als der französische Präsident François Hollande noch an der Macht war, zeigte sich der in Frankreich lebende Modezar nicht unbedingt begeistert von ihm – und lobte dagegen Merkel: „Wenn Monsieur Hollande so vernünftig haushalten würde wie Frau Merkel, wäre die deutsch-französische Zusammenarbeit sicherlich einfacher“, erläuterte er damals gegenüber ‚Focus‘.