Emma Watson: In Kuwait gibt es keine Märchen

Emma Watson: In Kuwait gibt es keine Märchen

0
TEILEN
Bild zum Artikel
Emma Watson (c) Cover Media

Emma Watson (26) ist in Kuwait derzeit nicht zu sehen.

Die Darstellerin spielt Belle in der Realverfilmung des Disney-Klassikers ‚Die Schöne und das Biest‘, der in vielen Ländern der Welt bereits in den Kinos angelaufen ist. In Kuwait feierte er am 16. März seine Premiere und begeisterte die Fans, denn die Zuschauer stürmten am darauffolgenden Wochenende regelrecht die Lichtspielhäuser. Doch dann gingen die Lichter aus:

Seit Montag [20. März] ist der Film nicht mehr zu sehen, da er aus allen Kinos in Kuwait verbannt wurde. Duaji Al-Khalifa Al-Sabah, ein Mitglied der nationalen Kinovereinigung, erklärte gegenüber der ‚Associated Press‘, dass es bezüglich des Films unvorhergesehene Probleme gegeben habe:

„Wir wurden gebeten, die Vorführungen zunächst abzusagen und den Film an den Stellen zu zensieren, die vom Ministerium für Information als beleidigend empfunden wurden.“

Zwar sagte Al-Sabah nicht, um welche Stellen es sich dabei genau gehandelt habe, allerdings ist es wahrscheinlich, dass Josh Gads Filmfigur das Problem ist, denn bei LeFou handelt es sich um die erste Disney-Filmfigur, die offen homosexuell ist. Regisseur Bill Condon (61) hatte eine kurze Szene im Film gar als „schwulen Moment“ beschrieben. Bill ist selbst homosexuell.

Auch in anderen Ländern hat der Streifen für Empörung gesorgt: In Russland dürfen ihn erst Jugendliche ab 16 Jahren sehen. In den USA war der Film allerdings bislang ein riesiger Hit. Allein am Startwochenende spielte das Märchen mit Emma Watson umgerechnet etwa 150 Millionen Euro ein.