Fabian Hambüchen: Überfordert von SMS, Emails und Co.

Fabian Hambüchen: Überfordert von SMS, Emails und Co.

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Fabian Hambüchen (c) Cover Media

Fabian Hambüchen (29) kam nach seinem Olympiasieg mit dem Antworten auf Glückwünsche gar nicht hinterher.

Der deutsche Kunstturner krönte seine Sportkarriere dieses Jahr mit einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Dass er nicht der einzige war, der sich über diesen Sieg extrem freute, sah er spätestens beim Blick auf sein Handy. Noch heute weiß er genau, wie viele Menschen ihm damals gratulierten:

„Ich konnte es bei mir ganz gut sehen, weil ich mein deutsches Handy im Dorf gelassen hatte. Da waren es um die 300 Dinger bei Whatsapp“, lachte Fabian im Gespräch mit ‚Sport Bild‘. „Ich dachte nur: Ich habe doch keine 300 Kontakte! Wo kommen die alle her? Dazu 50 SMS, 50 Mails und 100 beim Messenger.“

Auch über seine Fanpage bei Facebook meldeten sich die Gratulanten. „Die Fanseite bei Facebook habe ich schon gar nicht mehr geschafft“, gestand er dem Magazin. „Und wenn ich anfange, bei Whatsapp zu antworten, antworten die anderen ja auch wieder. Dann hört das nie auf.“

Einen ähnlichen Moment wird Fabian aber so schnell sicher nicht mehr erleben, schließlich hängte er seine internationale Sportkarriere nach dem Triumph in Rio de Janeiro an den Nagel. Jetzt kann er es gar nicht erwarten, was die Zukunft bringt. „Ich freue mich schon, wenn ich irgendwann einmal einen normalen Job mit einem geregelten Einkommen habe“, betonte er. „Als Sportler weißt du nie, was kommt. Da kann eine Verletzung alles durcheinanderwirbeln.“

Pläne für sein Leben nach der Sportkarriere hat Fabian schon. Dem Turnen ganz den Rücken zu kehren, kann er sich aber nicht vorstellen. „Ich werde erst mal das Studium abschließen und mir Zeit nehmen, zu überlegen, was ich wirklich machen will“, verriet Fabian Hambüchen der ‚FAZ‘. „Grundsätzlich kann ich mich vom Turnen nicht wegdenken. Ich denke, dass ich ihm auf irgendeine Weise immer verbunden bleibe. Ob ich mal als Trainer in der Halle stehe, vielleicht als Nachfolger meines Vaters in Wetzlar, weiß ich noch nicht.“