Gary Oldman: Winston Churchill unter der Lupe

Gary Oldman: Winston Churchill unter der Lupe

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Gary Oldman (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Gary Oldman (59) mag es, bei der Vorbereitung auf einen Film komplett in seinem dargestellten Charakter aufzugehen.

Der Schauspieler (‚The Dark Knight‘) verwandelte sich körperlich und auch stimmlich in seiner Rolle des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill im Biopic ‚Darkest Hour‘, das die Schritte des Politikers in den frühen Tagen des Zweiten Weltkriegs nachzeichnet. Gary Oldman klassifiziert sich aber bei seiner Vorbereitung nicht als Impressionist. „Impressionisten müssen mit einem sehr breiten Strich malen, weil man es in ein paar Sekunden sehen muss. Man sagt dann: ‚Das ist ein wirklich lustiger Robert De Niro.‘ Als Schauspieler sieht man sich aber verschiedene Aspekte einer Figur an“, sagte er dem Musiker Jack White als Teil einer Diskussionsrunde für das ‚Interview‘-Magazin. „Ich versuche, mich mit dem Job vollständig zu umgeben. Es ist wie in einer großen Wolke, und dann regnet etwas davon durch – zum Beispiel, indem man nicht nur Churchills Art des Gehens und der Gestik und die Art und Weise, wie er klingt, betrachtet, sondern auch die Psychologie.“

Dabei geholfen hat sicherlich, dass Gary Oldman ein großer Fan von Churchill ist, der 1940 an die Macht kam und fünf Jahre lang diente, bevor er von 1951 bis 1955 wieder regierte. Der Schauspieler lobte seine Verbundenheit mit der Öffentlichkeit und seine „ehrliche und sehr frontale“ Natur, indem er eine berühmte Zeile des Politikers zitierte. „Churchill sagte in einer Rede: ‚Wir haben viele, viele lange Monate des Kampfes und des Leidens vor uns.‘ Er sagt nicht, dass nicht genug Bananen auf dem Tisch liegen werden; er sagt den Leuten, dass das sehr hässlich wird. Und die Leute liebten ihn dafür.“