Hanka Rackwitz: Der Wasserfall als stilles Örtchen

Hanka Rackwitz: Der Wasserfall als stilles Örtchen

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Hanka Rackwitz (c) picture alliance / Geisler-Fotopress

Hanka Rackwitz (48) konnte nicht auf Toilette gehen.

Der Fernsehstar wurde 2017 beim Dschungelcamp von RTL Zweite und konnte trotz – oder gerade wegen – ihrer Angst- und Zwangsstörungen das Publikum begeistern. Das musste sich allerdings fragen, weshalb die einstige TV-Maklerin so oft zum Wasserfall ging. Ein Rätsel, das Hanka nun selbst gegenüber ‚Bild‘ aufklärte: „Als ich das Klo im Camp gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich das möglichst umgehen muss, weil es für mich und meinen Zwang viel zu eng war. ‚Normalerweise‘ muss ich über der Toilette schweben, das ging da ohne aufzufallen nicht. Ich war verzweifelt. Ich habe mich dann für den Wasserfall entschieden, weil der die einzige einigermaßen vertretbare Möglichkeit für mich war.“

Für Hanka selbst war es wie ein Spießrutenlauf, da sie stets Angst hatte, entdeckt zu werden: „In den ersten Tagen war es heiß, da erregte ich mit der Ausrede, dass ich schwitze und mich deshalb in voller Kleidung unter den Wasserfall stelle, keinen Verdacht. Später, als es kälter wurde, fiel es auf.“

Hanka hat im Laufe der vergangenen Monate selbst gegen ihre Zwangsstörungen gekämpft. Der Fernsehsender VOX begleitete sie dabei für die Dokumentation ‚Gefangen im Zwang‘. Die erste Therapie in Bayern sei bereits erfolgreich gewesen, hatte Hanka Rackwitz geschwärmt: „Ich habe es geschafft. Es war so schön, dass ich am Ende gar nicht mehr weg wollte.“ Nun arbeitet sie weiter an sich.