Jörg Pilawa: Spaß ist negativ

Jörg Pilawa: Spaß ist negativ

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Jörg Pilawa (c) Cover Media

Jörg Pilawa (51) legt nicht viel Wert auf Kritiken.

Der Entertainer wurde im Laufe seiner Karriere, wie alle seine Kollegen auch, von Journalisten und Fernsehkritikern hart angegangen. Viele seiner Sendungen waren den Schreibern zu seicht – wie etwa das Format ‚Paarduell‘, das im vergangenen Jahr über die Bildschirme flimmerte. Doch lässt Jörg diese negative Kritik an sich heran? Liest er sie überhaupt? Im Gespräch mit ‚DWDL‘ gab er einen Einblick, indem er erklärte:

„Ich lese Kritiken, schmunzle häufig und kann euch auch oft verstehen. Was ich jedoch nicht mehr lese, sind die Kommentare zu den Kommentaren, die oft mit den Worten beginnen: ‚Ich hab’s zwar nicht gesehen, aber…‘.“

Sonderlich ernst nehme Jörg negative Kritiken nicht. Das liegt an einer simplen Feststellung, die er bereits vor Jahren getroffen hatte, wie er fortfuhr: „Wenn du heute sagst, du willst einfach Spaß haben, dann ist das in Deutschland schon mal etwas Negatives. Und das gilt erst recht für die Kritiker. Warum sonst haben Formate, die schlechte Kritiken bekommen, so gute Quoten? Es gibt bei den TV-Zuschauern ein Bedürfnis, nach einem langen Tag abzuschalten und sich einfach mal berieseln zu lassen.“

Strenge Kritik lehne Jörg auch deshalb ab, da Fernsehen seiner Meinung nach „mit dem Bauch geguckt“ werde, wie er an dem Beispiel Quizshows deutlich machte. „Du rätst auf dem Sofa mit, bist sofort emotionalisiert, freust dich, wenn du etwas weißt, regst dich über Kandidaten auf, die etwas nicht wissen. Fernsehen wird mit dem Bauch geguckt. Und Quiz ist eine einfache Formel, die funktioniert“, so Jörg Pilawa gegenüber der ‚Zeit‘.