Josefine Preuß: Vom Westen abgezockt

Josefine Preuß: Vom Westen abgezockt

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Josefine Preuß (c) Cover Media

Die Familie von Josefine Preuß (31) hat sich von einem Hütchenspieler austricksen lassen.

Die Darstellerin (‚Türkisch für Anfänger‘) wurde in der DDR geboren und lebte dort, bis sie vier Jahre alt war. Dann fiel jedoch eines Abends die Mauer und alles veränderte sich. Dabei sei es Josefines Familie im Osten gar nicht schlecht gegangen, wie sie sich gegenüber der ‚SuperILLU‘ erinnerte:

„Meine Oma war Bürgermeisterin in einer kleinen Stadt, meine Eltern konnten ihre Traumberufe ausüben, was auch nicht immer üblich war. Und ich war vier Jahre, als die Mauer fiel: Ich bin in Potsdam aufgewachsen, und da ging die ‚Verwestlichung‘ sehr schnell.“

Als die Mauer fiel, sei sie schließlich aus dem Bett gescheucht worden, um sich mit der Familie das Spektakel vor dem Fernseher anzusehen. Zum ersten Wochenende im Westen hatten sie ein Begrüßungsgeld von 400 DM erhalten, was natürlich auch gleich verprasst werden wollte.

„Meine Mutter hatte einen Plan gemacht, wie sie das Geld ausgeben wollte: Babypuppen für die Mädchen, kleine Anlage für die Küche, coole Jeans für meinen Vater. Und dann war da dieser Hütchenspieler am Tränenpalast …! Also: Am ersten Wochenende wurden wir vom Westen relativ abgezockt.“

Der DDR nimmt sich Josefine Preuß nun wieder in ihrem neuen Film ‚Vorwärts immer‘ an, einer Komödie, die einfach nur gut unterhalten wolle, wie die Darstellerin gegenüber der ‚Frankfurter Neue Presse‘ erklärte: „Der Film soll Spaß machen. Wir wollen niemandem auf die Füße treten. Denn natürlich haben unter diesem Regime auch viele Menschen gelitten. Aber genau die Seite zeigen wir nicht, sondern wir zeigen die mutigen Stimmen, die auf die Straße gegangen sind, um für die Freiheit zu kämpfen.“