Judith Holofernes: "In meiner Fantasie bin ich oft ein wilder, kaputter Mann!"

Judith Holofernes: "In meiner Fantasie bin ich oft ein wilder, kaputter Mann!"

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Judith Holofernes (c) picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB

Judith Holofernes (40) probiert sich jetzt öfter aus.

Die Musikerin (‚Nur ein Wort‘) war Teil der beliebten Band Wir sind Helden, widmet sich seit einiger Zeit allerdings ihren Soloprojekten, mit denen sie bereits Erfolge feiern konnte. Der Abschied der Band bringe auch einige Vorteile mit sich, wie Judith zugeben musste, denn sie habe nun viel öfter Gelegenheit, sich selbst auszuprobieren und Experimente in ihrer Musik zu wagen. Im Gespräch mit dem ‚Musikportal‘ verriet sie auch besondere musikalische Präferenzen von sich:

„Spezielle Vorlieben wie Alternative Country oder die Cramps waren immer mein Ding und finden jetzt eher mal statt. In meiner Fantasie bin ich oft ein wilder, kaputter Mann. Umso frustrierter bin ich dann, dass es am Ende ja doch wieder nur ich bin.“

Ganz verschwunden ist der Einfluss der Helden natürlich nicht, zu bedenken sei aber in Bezug auf die Zeit bei Wir sind Helden, dass „immer so viel möglich war, dass keiner von uns rausgeht und sagt, endlich mach ich was anderes!“

Mit ihrem neuen Album ‚Ich bin das Chaos‘ hat sich Judith Holofernes an eine Mischung aus Optimismus und Melancholie gewagt, wie sie im Interview mit ‚Deutschlandradio Kultur‘ ausführte: „Das Album ist teilweise sehr dunkel und teilweise sehr hell. Mein Gesamtgefühl ist doch ein sehr helles, aber das ist sozusagen so ein Leuchten, das nur vor einem dunklen Hintergrund funktioniert.“