Jürgen Milski: Schuldgefühle plagen ihn bis heute

Jürgen Milski: Schuldgefühle plagen ihn bis heute

0
TEILEN
Bild zum Artikel
Jürgen Milski (c) Cover Media

Jürgen Milski (53) redet in den Bergen mit seinem toten Vater.

Der Moderator verlor vor zehn Jahren seinen Vater Günter an Krebs. Günter hatte seinem Sohn jahrzehntelang vorgeschlagen, gemeinsam wandern zu gehen. Doch aufgrund des vollen Terminkalenders seines Sohnes, der nach seiner Teilnahme bei ‚Big Brother‘ im Jahr 2000 zum Star wurde, konnte dieser gemeinsame Plan nie verwirklicht werden. Nach dem Tod seines Vaters fühlte Jürgen sich schuldig. Seitdem geht er regelmäßig alleine in das Salzburger Land, um dort mit seinem verstorbenen Erzeuger zu reden, wie Jürgen der ‚Bild‘ anvertraute: „Er hatte immer davon geträumt, dass wir mal als Erwachsene zusammen wandern gehen. Ich hab‘ ihn immer vertröstet, bis es zu spät war. Bis heute kann ich mir das nicht verzeihen … Als bei mir dann nach ‚Big Brother‘ die Karriere losging, hatte ich keine Zeit mehr für irgendwas anderes als Auftritte, an gemeinsame Familienurlaube oder Wandertouren war gar nicht mehr zu denken. Ich hab‘ meinen Vater immer auf nächstes Jahr vertröstet, bis es dann irgendwann kein nächstes Jahr mehr gab.“

Durch seine einsamen Wanderungen hat Jürgen allerdings einen Weg gefunden, mit seinen Schuldgefühlen umzugehen: „Ich halte hier Zwiesprache mit meinem verstorbenen Papa. Ich bin in den Bergen mit ihm im Herzen. Hier denke ich jede Minute an meinen Vater und fühle mich ihm sehr nahe …“

Dass er seinen Vater immer wieder vertröstet hat, habe auch daran gelegen, dass Jürgen Milski nie an eine lang anhaltende Popularität geglaubt habe, wie er bereits gegenüber ‚RTL‘ verraten hatte: „Ich war ja damals schon ein gestandener Mann von 36 Jahren und kein 20-jähriger Träumer. Ich dachte, dass der Trubel um mich ein halbes Jahr nach Big Brother wieder vorbei wäre. Und jetzt dauert das Ganze schon 15 Jahre an. Ich hätte mir nie erträumt, so viele schöne Dinge zu erleben.“