Maison Margiela: Dekonstruktion am Laufsteg

Maison Margiela: Dekonstruktion am Laufsteg

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Maison Margiela model (c) WENN

Maison Margiela zeigt die Avantgarde der Männermode mit Verweisen auf das alte Schneiderhandwerk.

Das französische Modehaus, das 1988 vom belgischen Designer Martin Margiela (59) gegründet wurde, hat bei der Paris Fashion Week mit seiner Frühling/Sommer-Kollektion 2017 im historischen Ecole de Medicine [24. Juni] dekonstruktivistische Elemente auf den Laufsteg gebracht.

Eröffnet wurde die Schau mit einem Model, das eine eng anliegende schwarze Hose trug, kombiniert mit einem Blazer in derselben Farbe mit weißen Linien, die an die Kreidestriche beim Schneidern verweisen. Dieses Konzept wurde ebenfalls in einer umgeschlagenen Hose mit seitlichen weißen Streifen wiederaufgenommen, die mit einem halbfertigen, hüftlangen Mantel und einem weißen Shirt mit Hüftkordel getragen wurde. Stücke von weißen Seilen wurden auch zum Knoten von High-Waist-Chino-Hosen verwendet.

Durchsetzt war die Kollektion generell von einer entspannten Herangehensweise an Streetwear mit Stücken wie einer Bomber-Jacke aus Leder, einem blauen Sweater und einem Oversize-Hoodie mit Schachbrettmuster. Blockfarben wurden mit Prints von rennenden Füchsen durchbrochen und losere Silhouetten und Minimalismus in den Accessoires definieren die neue Kollektion von Maison Margiela. Gelegentlich sah man eine Aviator-Sonnenbrille im Ausschnitt der Models.

Wie immer präsentierte Maison Margiela damit unerwartete Formen, verwies auf eine Avantgarde in der Mode und zeigte, dass auch Männermode mutig sein kann.