Marteria: Es war nicht alles Zuckerlecken

Marteria: Es war nicht alles Zuckerlecken

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Marteria (c) picture alliance / Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB

Marteria (34) hat einen steinigen Weg hinter sich.

Der Rapper (‚Aliens‘) ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten Musikkünstler des deutschsprachigen Raums und hat mit ‚Roswell‘ kürzlich sein neues Album herausgebracht. Darauf erinnert er sich an diverse Stationen in seinem Leben, die nicht immer einfach für den Künstler waren, auch wenn es zunächst den Eindruck erwecken könnte. Das wohl beste Beispiel dafür sei ‚Skyline mit zwei Türmen‘, in denen Marteria über seine Zeit als Model in New York berichtet:

„Bei ‚Skyline mit zwei Türmen‘ geht es um das Model-Ding und da sind auch Zeilen drin, die ich damals mit 17 geschrieben habe. Eine Art Fusion aus einem alten Reimbuch, das ich gefunden habe, und neuen Zeilen. Um eben diese Thematik einmal darzustellen und um zu zeigen, dass das nicht einfach ein ‚Oh, er war mal modeln in New York‘ war. Sondern, wie hart das wirklich war und dass man keine Kohle hatte. Und deine Mutter dir mal 100 überweisen musste, damit du irgendwie am Ende des Tages was zu fressen hattest. Das Album hat so vier bis fünf total autobiographische Songs, die einfach gewisse Abschnitte von meinem Leben als Lied verbildlichen“, so Marteria gegenüber ‚Szene Rostock‘.

Tatsächlich war es nicht immer einfach für den Rapper, der auch für eine Zeit lang auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen war, wie er offen im Interview mit ‚Business Punk‘ zugab: „Ich habe zwei Jahre lang Hartz IV bekommen, habe mich durch die Stadt gekellnert, war Grillwalker am Berliner Hauptbahnhof. Ich habe die ganze Zeit nichts Richtiges auf die Reihe bekommen, weil ich nur Rap-Texte im Kopf hatte.“

Rap-Texte hat Marteria immer noch Kopf – zum Glück, wie seine Fans beschwören können.