Mayim Bialik: Das wollte ich damit doch gar nicht sagen!

Mayim Bialik: Das wollte ich damit doch gar nicht sagen!

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Mayim Bialik (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Mayim Bialik (41) verteidigt ihren Artikel über sexuelle Belästigung.

Die Schauspielerin (‚The Big Bang Theory‘) veröffentlichte am Freitag [13. Oktober] ein Essay in der ‚New York Times‘ mit dem Titel ‚Being a Feminist in Harvey Weinstein’s World‘, der online direkt einen Shitstorm auslöste: Mayim wurde beschuldigt, die Opfer für ihr Leiden verantwortlich zu machen.

Das will die Schauspielerin nicht auf sich sitzen lassen und äußerte sich deshalb nun auf Twitter dazu: „Ich habe erfahren, dass mein ‚N.Y. Times‘-Artikel bei vielen Widerhall findet. Aber ich sehe auch, dass einige Menschen meine Worte aus dem Kontext der Hollywoodmaschinerie gerissen und sie so gedreht haben, dass ich – Gott bewahre – eine Frau basierend auf ihrer Kleidung und ihrem Verhalten für den Übergriff verantwortlich mache. Jeder, der mich und meinen Feminismus kennt, weiß, dass das absurd ist und es in diesem Artikel überhaupt nicht darum ging. Es ist so traurig, wie gemein die Leute sind, wenn ich einfach nur versuche, die Dinge für Frauen besser zu machen.“

Aber was genau hatte Mayims Kritiker zu ihren Anschuldigungen verleitet? Nachdem mehr als 30 Frauen den bekannten Filmproduzenten Harvey Weinstein der sexuellen Belästigung und einige sogar der Vergewaltigung beschuldigt hatten, schrieb die Darstellerin über ihre eigenen, quasi non-existenten Erfahrungen mit sexueller Belästigung.

„Als stolze Feministin mit wenig Verlangen danach, Diät zu halten, mich operieren zu lassen oder einen Personal Trainer zu engagieren, habe ich kaum persönliche Erfahrung mit Männern, die mich bitten, sie in ihren Hotelzimmern zu treffen“, hieß es in ihrem Artikel. „Diejenigen von uns in Hollywood, die nicht dem unmöglichen Schönheitsideal entsprechen, haben den Luxus von Männern in Machtpositionen übersehen und in vielen Fällen ignoriert zu werden, außer wir bringen ihnen Geld.“

Dazu komme aber auch, dass sie sich anders anzieht und verhält als andere Frauen in Hollywood. „Ich kleide mich bescheiden. Ich verhalte mich aus Prinzip Männern gegenüber nicht kokett“, betonte die Amerikanerin. „Mir ist sehr klar, dass diese Entscheidungen für viele junge Feministinnen unterdrückend wirken.“ So sei die Welt nicht perfekt: „Es gibt keine, absolut gar keine, Entschuldigung dafür, dass Männer Frauen angreifen oder missbrauchen. Aber wir sollten nicht naiv sein, in was für einer Kultur wir leben.“

Ein bisschen kann man die Kritik an Mayim Bialik nach diesen Aussagen vielleicht nachvollziehen …