Natalie Portman: Darum nimmt sie den Genesis Preis nicht an

Natalie Portman: Darum nimmt sie den Genesis Preis nicht an

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Natalie Portman (c) Brian To/WENN.com

Natalie Portman (36) weigert sich den Genesis Preis aus ihrer Heimat anzunehmen.

So manch ein Promi freut sich über den ein oder anderen Award und reist für die Entgegennahme auch gerne einmal um die halbe Welt. Eine tut das allerdings nicht: ‚Black Swan‘-Star Natalie Portman. Die hat den Veranstaltern des Genesis-Events in Jerusalem nun eine Absage erteilt und das aus gutem Grund. Die zweifache Mutter ist offensichtlich nicht mit der Regierungsform des israelischen Politikers Benjamin Netanjahu (68) zufrieden und kritisiert ihn dafür öffentlich. Auf ihrem Instagram-Account erklärte die junge Schauspielerin, dass sie wie „viele Israelis und Juden in aller Welt“ kritisch zur Führung Israels stehen könne, „ohne die gesamte Nation boykottieren zu wollen.“

Wie die ‚FAZ‘ berichtet, sollte die gebürtige Israelin Ende Juni 2018 mit dem Genesis-Preis 2018 ausgezeichnet werden, der als ‚jüdischer Nobelpreis‘ angesehen wird. Glaubt man den Veranstaltern, dann werden vor allem diejenigen Personen mit diesem Award gekürt, die sich für jüdische Menschen und Werte engagieren – zusätzlich gibt es noch eine Millionen Dollar.

Auf Wunsch von Natalie sollte diese enorme Summe einer Stiftung zugutekommen, die sich für Frauenrechte einsetzt – für einige israelische Politiker war das offenbar zu viel des Guten. Wie die ‚FAZ‘ weiter berichtet, reagierte die Kulturministerin Miri Regev (52) auf diesen Vorschlag empört und warf Frau Portman in einem Interview mit der ‚Jerusalem Post‘ vor, sich dem Druck der BDS-Bewegung gebeugt zu haben – eine Organisation, die sich für einen Boykott Israels einsetzt. Likud-Politiker Oren Hazan (32) geht sogar noch einen Schritt weiter und verlangt nun, dass der Schauspielerin die israelische Staatsbürgerschaft entzogen werde.

Portman begründete ihre Entscheidung damit, dass Israel als Rückzugsraum für diejenigen gegründet worden sei, die vor dem Holocaust flohen und fügte hinzu: „Die Misshandlung all jener, die heute unter Gräueltaten leiden, entspricht nicht meinen jüdischen Werten. Weil ich mich um Israel sorge, muss ich mich gegen Gewalt, Korruption, Ungleichheit und Machtmissbrauch stark machen.“