Philipp Poisel: Mein Leben als Maler

Philipp Poisel: Mein Leben als Maler

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Philipp Poisel (c) Cover Media

Philipp Poisel (33) sieht sich auch als Maler.

Der Sänger hat am 17. Februar sein neues Album ‚Mein Amerika‘ veröffentlicht. Es ist sein erstes Studioalbum seit sechs Jahren. Für die Arbeit an der Platte ist er extra in die USA gereist, hat sich von der dortigen Kultur inspirieren lassen und die Musik sogar in Nashville aufgenommen. Autobiografisch sind die Songs deshalb aber nicht zwangsläufig, wie Philipp im Gespräch mit der ‚Südwest Presse‘ klarstellte:

„Liedtexte sind wie auch Songs immer eine Momentaufnahme, und ich versuche meistens, Bilder zu schaffen und mit Assoziationen zu arbeiten, die aus mir herauskommen. Das kann autobiografisch sein, aber es ist kein unumstößliches Manifest. Einige Texte auf ‚Mein Amerika‘ sind ein wenig dunkler gefärbt als auf früheren Alben. Aber man ist eben nicht immer nur auf Klassenfahrt.“

Das Album entstand aus dem Wunsch heraus, einmal in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen. „Den machte ich vor anderthalb Jahren wahr und bekam dort viele Impulse fürs neue Album. Das Skelett der meisten Songs stand vor der US-Reise, das Fleisch und Blut ist in Amerika dazugekommen.“

Es gehe ihm dabei allerdings nicht um die US-amerikanische Politik, sondern um die Weite der Landschaften und die Aufbruchsstimmung, die ihn persönlich fasziniert. Dafür hat er sich von seinem bisherigen Sound entfernt, wie er gegenüber der ‚Volksstimme‘ erklärte, denn die Musik zeichnet sich durch mehr elektronische und weniger akustische Elemente aus. „Das hat auch mit einer Reminiszenz an die 1980er Jahre zu tun“, die Philip Poisel einfangen wollte.