Quentin Tarantino: Entschuldigung bei Missbrauchsopfer

Quentin Tarantino: Entschuldigung bei Missbrauchsopfer

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Quentin Tarantino (c) Brian Dowling/WENN.com

Quentin Tarantino (54) hat sich öffentlich für abfällige Kommentare über ein Missbrauchsopfer entschuldigt. 

Der Kultregisseur (‚Pulp Fiction‘) hatte vor 15 Jahren in einem Interview mit Howard Stern seinen Kollegen Roman Polanski (84, ‚Der Pianist‘) verteidigt. Dieser war mehrfach des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt worden. In dem streitbaren Gespräch von 2003, dessen Mitschnitt diese Woche an die Öffentlichkeit gelangte, ist Tarantino zu hören, wie er behauptete: „[Polanski] hatte Sex mit einer Minderjährigen. Das ist keine Vergewaltigung.“ Den Einwand von Howard Sterns Mitmoderator, Robin Quivers, dass das damals gerade einmal 13-jährige Opfer Samantha Geimer keinen Sex wollte, hatte Tarantino vom Tisch gewischt: „Das war doch überhaupt nicht der Fall. Sie wollte es und sie ging mit ihm aus.“

Das Opfer selbst hatte den Filmemacher in der ‚New York Daily News‘ scharf angegriffen: „Ich hoffe, er macht sich nicht zum A****loch und rückt von diesen Behauptungen ab.“

Quentin Tarantino zeigte sich jedoch schnell einsichtig, indem er Samantha persönlich anrief und ein öffentliches Statement verfasste: „Ich war unsensibel, ahnungslos und vor allem lag ich ich falsch.“ Samantha Geimer hat sich noch nicht öffentlich dazu geäußert.

Erst ein paar Tage zuvor hatte sich Tarantino dafür entschuldigen müssen, Uma Thurman am Set unter Druck gesetzt zu haben. Er hatte sie gezwungen, ein Auto zu fahren, dass nicht sicher war und in dem sie folglich einen Unfall hatte. „Ich werde es mein Leben lang bereuen“, zeigte sich Quentin Tarantino einsichtig.