Roger Moore: Ich habe ein selbstbewusstes Alter Ego

Roger Moore: Ich habe ein selbstbewusstes Alter Ego

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Roger Moore (c) Rocky/WENN.com

Roger Moore (89) wollte sich irgendwie schützen.

Der Schauspieler ist vor allem wegen seiner Darstellung von James Bond bekannt – im wahren Leben ist von einem vor Selbstbewusstsein strotzenden Agenten aber nichts zu sehen. Roger hatte immer Probleme, wenn es um Frauen ging. „In meiner Teenagerzeit war ich sehr unsicher“, erzählte er dem britischen ‚The Telegraph‘. „Also habe ich Roger Moore erfunden. Ich war sehr scheu. Ich weiß nicht, warum manche Menschen scheu sind und andere nicht. Einige Leute erröten sehr schnell.“

Was vor allem zur Unsicherheit von Roger Moore führte, waren seine Gewichtsprobleme, mit denen er in jungen Jahren zu kämpfen hatte. „Ich war wahrscheinlich als Kind ein wenig übergewichtig. Ich hatte eine Leidenschaft für Baked Beans auf Toast und Schokoladenmilch – wann immer ich nur konnte“, gestand der Star. „Mein Vater zog den Gürtel meiner blauen Schuluniform immer eng zusammen, wenn wir außer Haus gingen und sagte: ‚Du bist wie ein Sack Kartoffeln. Verschnürt und hässlich im Inneren.‘ Ich glaube, meine Unsicherheit kam davon.“

Von diesem Sack Kartoffeln war in seinen James-Bond-Zeiten so gar nichts mehr zu sehen. Als 007 gab er sich vielleicht nicht so wie Daniel Craig (48), würde aber heute auch nichts anderes machen. „Ich hätte die Art, wie ich ihn gespielt habe, nie verändert“, meinte Roger Moore. „Ich glaubte nie, dass James Bond ein Spion ist, weil ihn jeder kannte. Jeder wusste, was er gerne trinkt. Spione sind gesichtslose Menschen.“