Sönke Wortmann: Den Tod erfolgreich verdrängt

Sönke Wortmann: Den Tod erfolgreich verdrängt

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Sönke Wortmann (c) Cover Media

Sönke Wortmann (57) ist kerngesund.

Der Filmemacher (‚Das Wunder von Bern‘) hat sich für sein neues Projekt, die Miniserie ‚Charité‘, mit dem berühmten Berliner Krankenhaus und Forschungsinstitut im Jahre 1888 auseinandergesetzt, indem er mehrere Figuren beobachtet, die alle dadurch verbunden werden. Krankenhäuser waren im 19. Jahrhundert zur Pflege der Menschen konzipiert, da die Humanmedizin erst in ihren Kinderschuhen steckte und ein Krankenhausbesuch oft bereits das Todesurteil bedeutete.

Das ist allerdings ein Thema, dem Sönke selbst bislang ausweichen konnte, wie er in einem Interview mit der ‚Berliner Zeitung‘ dankbar erklärte: „Ich hatte bisher wahnsinnig viel Glück, ich war noch nie stationär in einem Krankenhaus. Nicht mal der Blinddarm wurde mir rausgenommen. Mir ist es bisher gelungen, mir über den Tod keine Gedanken zu machen. Ich konnte ihn bislang erfolgreich verdrängen.“

Sönke Wortmann war für seinen neuen Stoff aber nicht nur der Entertainmentgehalt wichtig, sondern auch die historische Genauigkeit, weshalb er eng mit der Charité selbst zusammengearbeitet hat, wie er gegenüber dem ‚rbb‘ verriet: „Es ist mir bei historischen Sachen immer wichtig, dass es nicht nur unterhaltsam für ein breites Publikum ist, sondern dass die Fachleute sehen ‚Oh, die haben aber wirklich aufgepasst‘. Das heißt, auch Mediziner sollen gut finden, was wir da gemacht haben.“

‚Charité‘ läuft seit dem 21. März um 20:15 Uhr in der ARD.