Taylor Kitsch: Das ist alles zu viel für mich

Taylor Kitsch: Das ist alles zu viel für mich

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Taylor Kitsch (c) Ivan Nikolov/WENN.com

Taylor Kitsch (36) hätte ‚Waco‘ beinahe abgelehnt.

In der neuen Miniserie spielt Taylor den Sektenanführer David Koresh. Doch dazu wäre es fast nicht gekommen, da der Darsteller die Verantwortung am liebsten an jemand anderen abgegeben hätte. David Koresh hatte sich in Texas 1993 ein Duell mit der Polizei geliefert und gilt seitdem als einer der berüchtigten Verbrecher der US-amerikanischen Neuzeit. 

Sich in den Kopf solch eines Menschen einzuarbeiten ist nicht leicht – merkte zumindest Taylor, der fast aufgegeben hätte und die Produzenten des neuen Projektes sogar darauf ansprach, ihn durch einen anderen Kollegen zu ersetzen.

„Anderthalb Monate vor Drehbeginn habe ich fast die Reißleine gezogen“, gestand der Darsteller dem ‚Rolling Stone‘. „Du verbringst acht Stunden täglich in diesem winzigen Apartment in Austin, spielst Gitarre und liest jeden Tag über diese furchtbare Tragödie. Es hat mir zugesetzt. Ich hatte kein Ventil. Und ich hatte große Angst und Panik. Ich habe nicht geschlafen und mich verletzbar gefühlt. Ich habe gedacht, ‚Hey, ich will wissen, welche Konsequenzen ich zu tragen habe, wenn ich jetzt aussteige. Ich weiß nicht, ob das hier eine Geschichte ist, die ich wirklich erzählen will.'“

Taylor hat die Dreharbeiten aber durchgezogen und sogar ein Stück Menschlichkeit in seiner Figur gefunden, die als verrückt gilt: „Der größte Kampf lag für mich im Warum. Wenn ich jemanden wie ihn spielen muss, versuche ich, seine Emotionen und sein Wertesystem zu verstehen.“

‚Waco‘ ist in den USA bereits seit dem 24. Januar zu sehen.