Tom Schilling: Von den Besten inspiriert

Tom Schilling: Von den Besten inspiriert

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Tom Schilling (c) Cover Media

Tom Schilling (35) bleibt sich selbst treu.

Der Darsteller (‚Oh Boy‘) hat mit dem Album ‚Vilnius‘ das erste Musikalbum seiner Band Tom Schilling & The Jazz Kids veröffentlicht. Einen großen Charterfolg erwarte sich der Sänger damit allerdings nicht – aus einem ganz einfachen Grund, wie er im Interview mit den ‚Westfälischen Nachrichten‘ erörterte:

„Meine Songs und die Band haben sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal und eine Einzigartigkeit, die die Musik, die gerade populär ist, nicht hat. Natürlich habe ich mit meinem Album nicht das Rad neu erfunden. Aber ich habe mich von Musikern und Bands inspirieren lassen, die heute nicht mehr so angesagt sind. Kurt Weill, Bert Brecht, Hildegard Knef, Leonard Cohen, Nick Cave.“

Derartige Vorbilder legen die Messlatte hoch – und Tom ist sich der Tatsache bewusst, dass er an diesen Musikern auch gemessen wird. Allerdings sei es nie das Ziel gewesen, sie nachzuahmen: „Es geht bei einem solchen Projekt ja auch gar nicht darum, die Vorbilder eins zu eins zu kopieren – sondern darum, seine eigene Suppe zu kochen. Es gibt eine Reihe von Kritiken, die sehr positiv sind, und das hat mich total gefreut. Das zeigt mir, dass es richtig gewesen ist, ein solches Album zu machen.“

Tatsächlich macht sich Tom keine Illusionen, was das Feedback der Kritiker angeht. Der Gefahr, als Schauspieler ein Album aufzunehmen, sei er sich durchaus bewusst, wie er gegenüber ‚Deutschlandradio Kultur‘ erklärt hatte: „In Deutschland grenzt es (für Schauspieler) an Selbstmord, eine Platte aufzunehmen. Der Verriss ist ja vorprogrammiert. Ich wollte was schreiben, und es sind Songs geworden.“ Ob Tom Schillings Unternehmung erfolgreich war oder nicht, wird sich noch zeigen.