„Wunder“ – ein sehenswerter Film über Ausgrenzung, Achtung und dem Umgang mit...

„Wunder“ – ein sehenswerter Film über Ausgrenzung, Achtung und dem Umgang mit dem Anders-sein

Es gibt zahlreiche Hollywood-Produktionen, die sich vor allem um eine soziale Rolle drehen: den Außenseiter. Ein Außenseiter ist jemand, der in irgendeiner Weise „anders“ ist als alle anderen und sich von übrigen Menschen abhebt. Solch ein Anderssein motiviert manche Menschen dem Betroffenen gegenüber zu Hänseleien oder ausgrenzenden Verhaltensweisen. Im Kino ist der Stoff sehr beliebt, wohnt in ihm doch eine gewisse Tragik, aber auch die Versuchung, Identifikation und Akzeptanz bei den Zuschauern hervorzurufen. Aus diesem Stoff ist auch die neue Hollywood-Produktion „Wunder“ gestrickt, die seit kurzem in den deutschen Kinos zu sehen ist.

Welche Stars sind in „Wunder zu sehen“?

Das wohl bekannteste VIP-Star des Films ist die Schauspielerin Julia Roberts. Sie hat die Filmära Hollywoods entscheidend mitgeprägt und zählt seit mehr als 28 Jahren zu den begehrtesten Filmstars der Welt. Mit „Pretty Woman“, ihrem ersten großen Filmerfolg, eroberte sie die Herzen von Millionen Zuschauern. Neben ihrem aktuellen Film „Wunder“ begibt sich die Oscar Preisträgerin in naher Zukunft auf neues Terrain und wirkt an der Serie zur Romanadaption „Today Will Be Different“ mit, dessen Produktion mutmaßlich HBO übernimmt. Mehr Fakten rund um die spannende Serie und viele weitere interessante News aus der Kino- und Filmwelt liefert itsintv.

An der Seite von Julia Roberts steht Owen Wilson, der bekannte US-amerikanische Schauspieler, der 1968 in Texas zur Welt kam. Bereits während seiner Studienzeit entdeckte Wilson sein Interesse an Schauspielerei und machte Bekanntschaft mit dem Regisseur Wes Anderson. Zusammen mit dem Regisseur schrieb Wilson einige Drehbücher, die als Vorlage für bekannte Filme dienten. Seine Karriere als Darsteller begann er mit Filmen wie „Cable Guy – Die Nervensäge“, in dem Ben Stiller und Jim Carrey mitspielten oder „Armageddon“, in dem er an der Seite von Bruce Willis, Liv Tyler und Ben Affleck stand.

Welche Themen spricht der Film „Wunder“ an?

Der Film „Wunder“ beschäftigt sich mit der Rolle eines Außenseiters, seiner Lebensgeschichte und seiner Beziehung zur Umwelt, zu seinen Mitschülern und Angehörigen. „Wunder“ handelt von einem kleinen Jungen, der einen genetischen Defekt namens „Dysostosis mandibulofacialis“ aufweist und dessen Gesicht entstellt ist. Zahlreiche Schönheitsoperationen konnten ihm nicht helfen, weshalb er auf dem Kopf einen Astronautenhelm trägt. Nach einigen Jahren Heimunterricht besucht „Auggie“ im Alter von zehn Jahren das erste Mal eine öffentliche Schule. Dort erwartet ihn vor allem eins: das wirkliche Leben. Seine Mitschüler nehmen ihn nicht besonders herzlich in Empfang, reagieren auf sein Erscheinungsbild verstört. Immer wieder wird Auggie zur Zielscheibe von seinem Mitschüler Julian, der ihm mit Mobbingattacken das Leben zur Hölle macht. Doch auch die anderen Mitglieder der Familie haben mit eigenen Problemen zu kämpfen, die im Film ebenfalls thematisiert werden.

Der Film greift verschiedene Sichtweisen auf: Er lässt weder Auggies ältere Schwester Via (gespielt von Izabela Vidovic) außer Acht, die sich von ihrer Familie aufgrund der (Für)Sorge um ihren Bruder vernachlässigt fühlt, noch die Wahrnehmung seiner Mutter oder die Sichtweise von Auggies Mitschülern.

Pixabay © Anemone123 (CC0 Creative Commons)
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Warum lohnt es sich, „Wunder“ anzusehen und warum der Film so bedeutsam ist …

  • Verfilmung einer wunderbaren Geschichte: Die Geschichte von „Wunder“ berührt den Zuschauer und ist keine Zukunftsvision oder ein fantastisches Abenteuer. Sie ist aus dem realen Leben gegriffen.
  • Adaption eines Jugendbuches: „Wunder“ liegt der Geschichte eines gleichnamigen Buches von J. Palacio zugrunde – einem Bestseller, der Fans und Kritiker gleichermaßen ansprach.
  • Das wichtige Thema „Mobbing“ steht im Fokus: Mobbing ist ein wichtiges Thema, das die Gesellschaft zum Teil verdrängt und tabuisiert. Viele Schüler sind an ihrer Schule Hänseleien, verbalen oder körperlichen Attacken ausgeliefert. Der Film schafft es wiederum auf bewegende Weise aufzuzeigen, dass auch Mobber keine grundlegend bösen Menschen sind, sondern selbst tiefgreifende Probleme haben.
Pixabay © tunaolger (CC0 Creative Commons)
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