Alanis Morissette: Im Würgegriff der Depression

Alanis Morissette: Im Würgegriff der Depression

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Alanis Morissette (c) WENN.com

Alanis Morissette (43) macht eine schwere Zeit durch.

Die Musikerin (‚Ironic‘) hat am 23. Juni vergangenen Jahres ihr zweites Kind mit dem Rapper Mario Treadway zur Welt gebracht. Es hört auf den Namen Onyx Solace, und während die Geburt selbst für die Eltern kein Problem darstellte, ist die Zeit danach umso schwieriger. Denn Alanis leidet unter einer postnatalen Depression, die viele Mütter befällt und die die Betroffene regelrecht lähmt. Alanis teilte ihre Emotionen nun mit dem ‚People‘-Magazin und erklärte offen: 

„Es gibt Tage, an denen geht es mir so mies, dass ich mich kaum bewegen kann. Als Kind habe ich mir immer vorgestellt, Kinder und einen großartigen Partner zu haben. Das ist nun ein ganz anderer Schmerz, den ich nicht vorhergesehen habe.“

Bereits nach der Geburt ihres Sohnes Ever im Jahre 2010 habe sie Anzeichen von postnataler Depression gespürt. Unter anderem litt sie an Schlaflosigkeit, körperlichen Schmerzen und Lethargie. Darüber hinaus hatte sie immer wieder Visionen, dass ihrer Familie etwas Furchtbares zustoßen könnte. All dies entwickelte sich wieder bereits wenige Sekunden nach der Geburt ihrer Tochter Onyx. 

„Es isoliert dich sehr. Ich bin daran gewöhnt, der Stein von Gibraltar zu sein. Ich sorge für meine Familie, beschützte sie und strukturiere alles. Dann habe ich alles hinterfragt. Ich kenne mich selbst als großartige Entscheiderin und Anführerin, auf die sich die Menschen verlassen können. Jetzt kann ich mich gerade mal so entscheiden, was ich zum Abendessen haben will.“

Alanis Morissette versucht mit Medikamenten und homöopathischen Rezepten gegen die Depression anzukämpfen. Zudem spricht sie mit Therapeuten und arbeitet an neuer Musik, mit der sie ihre Depressionen verarbeiten kann.