Alex Christensen: Die Entscheidung liegt bei den Hörern

Alex Christensen: Die Entscheidung liegt bei den Hörern

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Alex Christensen (c) Cover Media

Alex Christensen (50) begrüßt die Demokratisierung in der Popmusik.

Der Musiker (‚Du hast den schönsten Arsch der Welt‘) ist bereits seit Jahren im Geschäft erfolgreich und hat somit erlebt, wie seine deutschen Kollegen von Produzenten behandelt wurden. Bevor Musik von allen Menschen im Internet konsumiert werden konnte, hatten es zahlreiche SängerInnen oft schwer, international Fuß zu fassen. Dies habe sich mittlerweile geändert, wie Alex die positiven Seiten des Streamings und Downloads im Gespräch mit ‚Planet Interview‘ hervorhob:

„Früher gab es in den USA noch so Plattenfürsten, die gesagt haben, ‚dieser Künstler aus Deutschland – Westbam oder wer auch immer – der findet hier nicht statt‘. Und dann fand der auch nicht statt. Heute verbreiten sich solche Sachen durch das Netz, die Entscheidung liegt jetzt bei den Hörern.“

Wenn diese demnach einen Künstler toll finden, kann dieser allein von den Hörern international gepusht werden. So sei es auch zu dem internationalen Erfolg von Robin Schulz (30, ‚Sugar‘) gekommen, erklärte Alex.

Dabei ist sich der Produzent der Tatsache bewusst, dass die Menschen oft nur einen bestimmten Aspekt eines Künstlers beachten und Musiker gerne in Schubladen stecken, wie Alex Christensen selbst im Interview mit dem ‚Stern‘ seufzte, als er darauf angesprochen wurde, dass seine Musik gerne als Trash beschrieben werde: „Mit dem Vorwurf lebe ich, seitdem ich erfolgreich bin. Dass ich daneben auch Paul Anka produziere, wird in Deutschland nur selten zur Kenntnis genommen. Trotzdem glaube ich, dass 90 Prozent meine Musik sehr schätzen, da können mir die restlichen zehn auch egal sein.“