Allegra Curtis: Mama sah ganz friedlich aus

Allegra Curtis: Mama sah ganz friedlich aus

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Allegra Curtis (c) picture alliance / BREUEL-BILD

Allegra Curtis (50) erinnert sich an den letzten Moment mit ihrer Mutter.

Die Darstellerin ist die Tochter von Tony Curtis (†85) und Christine Kaufmann (†72), die vor einer Woche in München an Leukämie verstorben war. Dass ihre Mutter an Blutkrebs leide, habe Allegra selbst nie gewusst, denn ihre Mama habe versucht, dies jahrelang geheim zu halten. Erst jetzt, nach ihrem Tod und der Gewissheit, dass sie an Leukämie litt, macht für Allegra das Verhalten der verstorbenen Schauspielerin Sinn, wie sie im Gespräch mit der ‚Bild‘-Zeitung erklärte: „Mama hat nie gesagt, dass sie Krebs hat. Sie meinte immer, dass sie Probleme mit ihrem Blut habe. Das hat sie vor rund zwei Jahren erstmals gesagt.“

Am Freitag vor zwei Wochen wurde sie schließlich von ihrer Familie ins Krankenhaus gebracht, da sie sehr schwach gewesen sei, erinnerte sich ihre Tochter: „Meine Mutter war zwar ansprechbar, aber sehr, sehr schwach. Ich sagte: ‚Mama, wir helfen dir jetzt, wir bringen dich ins Krankenhaus!‘ Aber sie schüttelte nur den Kopf. Sie wollte nicht in die Klinik, sie hasste Krankenhäuser.“

Aus dem künstlichen Koma, in das Christine Kaufmann versetzt wurde, wachte sie nicht mehr auf. Die letzten Worte, die an sie gerichtet waren, kamen von Allegra: „Das letzte Mal als ich sie gesehen hab, sah sie so friedlich aus, wie sie da in ihrem Bett lag. Das war am vergangenen Montag Abend. Ich habe mich an ihr Ohr gedrückt und geflüstert: ‚Mama, wenn du noch nicht gehen willst, dann kämpfe und komm zurück zu mir. Aber wenn du gehen willst, dann werde ein Engel und pass von oben auf uns auf!‘ Und das tut sie gerade, das fühle ich ganz stark.“

Auf Facebook hatte Allegra Curtis bereits einen bewegenden Abschiedsbrief an ihre Mutter gepostet: „Ihre unzähligen Lebensweisheiten, ihre poetische Art und ihre grenzenlose Toleranz und Liebe für Menschen machen sie unvergessen. Es war uns eine sehr große Ehre und Bereicherung, dass wir ihr begegnen durften. Christine Kaufmann hinterlässt eine große Lücke in unserem Herzen.“