Angelina Jolie: Wütendes Statement zum Castingskandal

Angelina Jolie: Wütendes Statement zum Castingskandal

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Angelina Jolie (c) Andres Otero/WENN.com

Angelina Jolie (42) würde niemals Kinder quälen.

In einem Zeitungsinterview mit dem ‚Vanity Fair‘-Magazin erzählte die megaerfolgreiche Schauspielerin und Regisseurin, wie sie die Newcomerin Sareum Srey Moch castete, um die Hauptrolle in ihrem neuen Film ‚First They Killed My Father‘ zu finden. Laut des Artikels haben Angelina und ihr Team die Kinder in Kambodscha, die zum Casting erschienen waren, mittels eines krassen Spiels getestet: Auf einen Tisch wurde eine nicht genannte Summe Geld gelegt, nur um die Kids dazu zu bewegen, sich das Geld zu nehmen und wegzulaufen. Natürlich seien sie dann von Angelinas Mitarbeitern geschnappt worden und hätten sich laut Aufgabe eine Lüge ausdenken müssen, mit der sie ihren Diebstahl plausibel erklären. Wer am überzeugendsten lügen konnte, bekam den Job – in dem Fall Sareum Srey Moch, die noch nie vor einer Kamera stand und jetzt die junge Loung Ung spielt, deren Lebensgeschichte in ‚First They Killed My Father‘ erzählt wird.

Wenn man bedenkt, dass die Kinder aus teils bettelarmen Verhältnissen stammen, scheint diese Castingmaßnahme mehr als zynisch zu sein und Angelina Jolie wurde vorgeworfen, die Kinder traumatisiert zu haben.

Diesen Vorwurf will sich die Oscarpreisträgerin natürlich nicht gefallen lassen. In einem Statement an die ‚Huffington Post‘ nahm sie Stellung zu den Vorwürfen und betonte, dass das beschriebene Spiel nicht etwa ein traumatisierendes Erlebnis für die Kinder gewesen sei, sondern lediglich eine Improvisationsübung:

„Wir haben sichergestellt, dass die Kinder vom Casting bis über die Produktion hinaus sicher und wohlbehalten sind. Eltern, Vormunde, NGOs und Ärzte waren stets vor Ort und sorgten dafür, dass es allen gut ging. Das Wichtigste war, sicherzustellen, dass niemand auf irgendeine Art und Weise verletzt werden würde. […]“

Angelina Jolie ist dafür bekannt, sich stets für die Ärmsten der Armen einzusetzen, 2002 adoptierte sie ihren Sohn Maddox (15) aus Kambodscha. Kein Wunder also, dass sie die aktuelle Berichterstattung verärgert. In dem Statement untermauerte die Künstlerin: „Ich bin wütend, dass über eine gespielte Improvisationsübung berichtet wurde, als sei sie real gewesen. Die Behauptung, dass den Kindern während des Castings echtes Geld weggenommen wurde, ist beleidigend und macht mich wütend. Ich würde ausflippen, wäre das wirklich geschehen.“

‚First They Killed My Father‘ erzählt die Geschichte von Angelina Jolies Freundin Loung Ung, die als Kind in Kambodscha unter der blutigen Herrschaft der Roten Khmer litt, die zwischen 1975 und 1979 zwischen 1,5 und 3 Millionen Menschen getötet hat. „Der Sinn des Films ist, die Aufmerksamkeit auf den Horror zu lenken, den Kinder in einem Krieg erleben und ihnen zu helfen“, unterstrich Angelina Jolie abschließend ihre guten Absichten.