Bono: Kampf für Gleichberechtigung

Bono: Kampf für Gleichberechtigung

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Bono (c) Oscar Gonzalez/WENN.com

Bono (57) fordert alle Männer dazu auf, sich stärker für Gleichberechtigung einzusetzen.

Der U2-Frontmann (‚One‘) wurde als einziger Mann bei den ‚Women of the Year‘-Awards 2017 des ‚Glamour‘-Magazins ausgezeichnet. Der Preis veranlasste Bono zu einer Diskussion mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern über die Probleme, mit denen Frauen konfrontiert sind. „Mir war bewusst, dass ich eine Debatte für das Magazin ins Rollen bringen sollte, über die Rolle der Männer im Kampf um die Gleichberechtigung“, schrieb er in einer Stellungnahme im ‚Time‘-Magazin. „Es schien naheliegend, dass das Geschlecht, das das Problem erschaffen hatte, dafür verantwortlich sein sollte, es wieder rückgängig zu machen. Männer können sich nicht einfach zurücklehnen und es den Frauen überlassen, den Mist wegzuräumen, den sie hinterlassen haben und noch immer produzieren. Frauenfeindlichkeit, Gewalt und Armut sind Probleme, die wir nicht mit halber Kraft lösen können. So haben wir einige Jahrtausende funktioniert.“

Laut Bono bietet Bildung Frauen die Möglichkeit, voranzukommen und zukünftigen Generationen eine bessere Starthilfe ins Leben zu schaffen. „Die Untersuchungen belegen – das ist ganz klar und bewiesen -, dass die Förderung der Bildung von Mädchen keine Wohltätigkeit sondern Investition bedeutet, und die Erträge sind enorm“, fügte er hinzu.

Der Sänger versucht nicht nur selbst, Informationen zu sammeln, wie man die Situation der Frauen verbessern kann, sondern fordert auch seine Geschlechtsgenossen dazu auf, es ihm gleich zu tun. Eine wichtige Lektion habe er in seinen eigenen vier Wänden von seiner Frau gelernt:

„Meine Frau hat schon seit wir Teenager sind, zu mir gesagt: ‚Blick nicht zu mir herunter, aber auch nicht zu mir herauf. Schau mich einfach auf gleicher Höhe an. Ich bin hier.‘ In diesen Zeiten mag das Wichtigste für Männer und Frauen sein, dass sie sich auf gleicher Höhe begegnen – und dann gemeinsam vorwärts gehen, in die gleiche Richtung. Die Bildung zur Priorität zu machen ist eine Möglichkeit, Gleichberechtigung zur Priorität zu machen und sogar Männer mit eingeschränktem Sehvermögen sollten sehen, dass das der einzige Weg ist“, so Bono.