Boris Becker: "Ich war noch nie euer Boris"

Boris Becker: "Ich war noch nie euer Boris"

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Boris Becker (c) Cover Media

Boris Becker (49) vermisst ein Leben in der Anonymität.

Der Tennisstar steht wie kein anderer für den deutschen Sport und ist seit Jahren eine waschechte Legende. So gut das auch klingen mag, so wenig kommt Becker mit der damit einhergehenden Aufmerksamkeit klar, wie er in der ARD-Doku ‚Der Spieler‘ beichtete:

„Seit über 30 Jahren lebe ich öffentlich. Dafür zahlt man einen Preis.“ Und der Preis ist hoch: Alles was er sagt, wird in der Presse breitgetreten. Dabei hat Becker nur einen großen Wunsch: „Ich würde gerne für den Rest meines Lebens nie wieder in der ‚Bild‘-Zeitung stehen. Glauben Sie’s mir. Ich würde gerne nie wieder in einem deutschen Sender zu sehen sein, wenn ich die Wahl hätte.“ Doch hier greift wieder das Leben in der Öffentlichkeit und die Realität holt ihn ein: „Ich habe nur die Wahl nicht.“

Eine Botschaft an die Presse hat er dann aber doch noch: „Mein Name ist Herr Becker. Und wenn Sie mich ganz lange und ganz gut kennen, dann erlaube ich Ihnen, mich Boris nennen zu dürfen – und nicht umgekehrt. Ich war noch nie euer Boris. Noch nie.“

Vielleicht ist die Behandlung in den Medien auch einer der Gründe, warum Boris seine Heimat mittlerweile nach London verlegt hat. Der ‚Gala‘ sagte er vor Kurzem: „Ich werde wohl nicht mehr nach Deutschland zurückkommen. Ich habe einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Mein Zuhause ist London.“

Es sei Boris Becker aber auch gegönnt, nach 30 Jahren in der Öffentlichkeit ein bisschen Privatsphäre zu genießen.