Bosse: "Das war der Shitstorm meines Lebens"

Bosse: "Das war der Shitstorm meines Lebens"

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Bosse (c) Cover Media

Bosse (36) durfte sich einiges anhören.

Der Musiker (‚Dein Hurra‘) sorgte im April bei der Echo-Verleihung für Schlagzeilen, als er am Ende seines Songs den doppelten Mittelfinger hob und verkündete: „Das geht raus an jedes Nazischwein!“ Mit dieser Aktion handelte er sich allerdings auch viel Kritik ein. „Ich bin beschimpft worden, das war der Shitstorm meines Lebens. Es gab wüste Bedrohungen, so schlimm, dass ich Leute angezeigt habe“, gestand er im Gespräch mit dem ‚Flensburger Tagesblatt‘. „Es ist verrückt, mit wie vielen Rechtschreibfehlern man beleidigt werden kann.“

Trotzdem bereut Bosse nicht, was er getan hat – geplant hatte er die Aktion ja auch gar nicht. „In Bautzen hatte es gerade einen Anschlag gegeben, und es schaffte niemand darüber zu sprechen oder überhaupt was zur politischen Lage zu sagen“, erklärte er. Dann sei er wütend geworden. „Ich sollte das Lied ‚Steine‘ singen, da fiel mir ein: Stein reimt sich super auf Nazi-Schwein. Das war quasi das Ende vom Lied“, erinnerte er sich. „Es war alles ungeplant und zuerst ein großer Schock – für mein Image, für die Plattenfirma, für den Fernsehsender. Trotzdem hat es gut getan.“

Jetzt will Bosse aber erstmal wieder mit Musik auf sich aufmerksam machen: Ab Ende November tourt er mit seinem aktuellen Album ‚Engtanz‘ durch Deutschland und wird dabei unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln spielen. Ein Zuckerschlecken ist auf Tour sein aber trotzdem nicht. „Das Tour-Leben geht schon auf den Körper“, verriet er kürzlich gegenüber ‚RP Online‘. Deshalb hat er auch ein Ritual für Auftritte: „Nach dem Konzert ist es gut, wenn man sich ausläuft, ähnlich wie ein Fußballer“, grinste Bosse.