Boy George: George Michael ließ keinen mehr an sich ran

Boy George: George Michael ließ keinen mehr an sich ran

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Boy George (c) Michael Wright/WENN.com

Boy George (55) wusste nichts von den Problemen von George Michael (†53).

Der Sänger (‚Karma Chameleon‘) war am Dienstag zu Gast in der US-Show ‚Watch What Happens Live‘ und sprach dort über seine Freundschaft zu der an Weihnachten verstorbenen Poplegende (‚Last Christmas‘). So verriet er Moderator Andy Cohen, dass er in den letzten Jahren lediglich „immer mal wieder“ Kontakt mit George gehabt habe und deshalb auch „nicht wirklich“ über dessen Probleme Bescheid wusste:

„Ich habe Sachen in der Zeitung gelesen. Aber ich wusste nie wirklich Bescheid, was er hat – er hat die Leute nicht an sich rangelassen, er war sehr reserviert.“

Die beiden Musiker begannen ihre Karriere etwa zur selben Zeit und wie sich das damals gehörte, waren sie zunächst Rivalen. „Ganz am Anfang waren wir Konkurrenz füreinander. Beide hießen wir George und machten Soul-Musik. Anfangs standen wir also im Wettstreit miteinander“, verriet der Künstler. „Aber eine Weile später fing ich an, ihn als Musiker zu schätzen – so etwa als ‚Faith‘ rauskam. Ich begann, sein Talent wirklich zu schätzen.“

Eine Feindschaft herrschte trotzdem nie zwischen den beiden, wie Boy George betonte. „Das war nicht wirklich eine Fehde“, erinnerte er sich. „In den 80ern waren alle – Peter Burns, ich – ziemlich gemein zueinander. Das machte man in den 80ern so mit den ganzen Popmagazinen“, lachte er. „In den 80ern sagte man fiese Dinge über jeden.“

Der Tod von George Michael traf Boy George deshalb auch sehr. So war er einer der ersten, der auf Twitter seiner Trauer Luft machte. „Ich denke jetzt an George Michaels Familie, Freunde und Fans“, schrieb er damals. „Er wurde geliebt und ich hoffe, er wusste das, denn heute ist die Traurigkeit schlimmer, als Worte ausdrücken können. Niederschmetternd. Was für eine wunderschöne Stimme er hatte … Seine Musik wird als Testament seines Talents weiterleben. Ich kann nicht glauben, dass er nicht mehr hier ist.“