Bushido: "Kein gesunder Jugendlicher wählt die AfD"

Bushido: "Kein gesunder Jugendlicher wählt die AfD"

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Bushido (c) picture alliance / BREUEL-BILD

Bushido (38) ging streng mit Beatrix von Storch (46) ins Gericht.

Der Rapper (‚Mitten in der Nacht‘) und die AfD-Politikerin haben sich im Rahmen der Straßenwahl-Reihe des YouTube-Channels ‚Hyperbole‘ getroffen, um über den Islam, Integration und die Alternative für Deutschland zu sprechen. Noch 2013 hatte Bushido mit der Behauptung Aufsehen erregt, er wolle die Rechtspartei wählen. Doch nun räumt er mit diesem Tweet, den er damals gepostet hatte, auf: „Ich wollte damit nur auf meine Art und Weise klarmachen, dass man die AfD nicht belächeln sollte.“ Gewählt habe er dann anders. 

Wirklich parteinah kommt der Rapper im Interview dann auch nicht rüber – ganz im Gegenteil. So analysiert er messerscharf und kritisch das Konzept der Partei: „Sie schieben alles immer von sich weg und sagen, ‚Moment mal, nicht wir, sondern die anderen müssten leisten!'“

Auf die Behauptung des Moderators Nico, der normalerweise für das Hip-Hop-Portal ‚Backspin‘ tätig ist, dass die AfD, wie Bushido auch, die Jugend anspricht, zeigte sich der Vater von fünf Kinder empört: „Kein gesunder Jugendlicher von 18 bis 24 wählt die AfD. Kann ich mir nicht vorstellen.“

Doch die Interviewpartner schreckten auch vor heiklen Themen nicht zurück. Bushido berief sich auf die Religionsfreiheit im Grundgesetz und wollte wissen, warum Frau von Storch und Co. dennoch derart gegen den Islam hetzen. Eine richtige Antwort blieb von Storch schuldig.

Schon zu Anfang des Gespräches kritisierte der Rapper das politische Vorgehen der AfD scharf: „Sie bieten nicht wirklich eine Lösung an. Sie haben ein Gespür für eine gewisse Gefahr oder einen gewissen Unmut, der sich in der Bevölkerung breit gemacht hat und nutzen das aus, um über diesen Unmut ihre Prozente zu machen. Und das finde ich persönlich sehr, sehr gefährlich.“

Besser hätte Bushido die AfD nicht analysieren können.